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Proveana - Datenbank Provenienzforschung - Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

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Archivale

Bestand C Rep. 760 VEB Kommunale Wohnungsverwaltung (KWV) Berlin - Hauptverwaltung

Permanent URL
https://www.proveana.de/de/link/arv00004461
letzte Aktualisierung
02.12.2025
Forschungskontext
  • Kulturgutentziehungen in SBZ und DDR

Grunddaten

Bestandsart
Bestand
Beschreibung
Im Jahre 1958 wurde begonnen, in den größeren Städten der DDR Kommunale Wohnungsverwaltungen (KWV) in Form von volkseigenen Betrieben einzurichten. Sie hatten die Aufgabe, innerhalb einer bestimmten Region sowohl die staatlichen Wohnbauten als auch Immobilien ausländischer oder bundesrepublikanischer Eigentümer zu verwalten. Die beiden Letzteren erhielten ihre Erträge nach Abzug aller Instandhaltungs- und Hausverwaltungskosten auf Sperrkonten bei der Staatsbank der DDR eingezahlt. Zu den Aufgaben zählte auch die Verwaltung von Wohnungen derjenigen Personen, die seit 1953 die DDR verlassen hatten. Darüber hinaus galten die Kommunalen Wohnungsverwaltungen als Träger des volkseigenen Wohnungsbaus, die neben den Arbeiterwohnungsbaugenossenschaften (AWG) umfangreiche Bauvorhaben durchführten und für die Instandhaltung ihrer Bauten zuständig waren. Gleichwohl blieb Wohnraum in der DDR stets Mangelware. Einerseits war hierfür das ungenügende Angebot von Wohnungen insgesamt, andererseits die geringen Wohnungsgrößen verantwortlich. Damit gewann die Verteilung von Wohnraum an Bedeutung. Hierbei sollten "Verfolgte des Naziregimes (VdN)", Großfamilien und solche Personen, die sich um den Aufbau des Sozialismus verdient gemacht hatten, bevorzugt werden. Zur Gewinnung geeigneter Arbeitskräfte nahmen nicht selten auch Betriebsgewerkschaftsleitungen (BGL) Einfluss auf die Verteilung der zur Verfügung stehenden Wohnungen. Der in Berlin (Ost) bestehende VEB Kommunale Wohnungsverwaltung verfügte über eine Hauptverwaltung und war darüber hinaus in jedem Stadtbezirk mit einem eigenen Betrieb vertreten. Insgesamt verwaltete die Ost-Berliner Einrichtung mit über 10.000 Mitarbeitern, darunter zahlreiche Handwerker in eigenen Werkstätten, rund 500.000 Wohnungen. Zum 01. Juli 1990 wurde die Kommunale Wohnungsverwaltung auf Beschluss des Magistrats in elf gemeinnützige Wohnungsgesellschaften umgewandelt. Jede von ihnen wurde mit einer in Berlin (West) ansässigen Wohnungsbaugesellschaft verbunden. | Klassifikation: Landesarchiv Berlin> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990> C 6 Betriebe und Einrichtungen der Wirtschaft> C 6.4 Kommunale und bezirksgeleitete Wirtschaft
Laufzeit
1979-1990
Signatur
LAB C Rep. 760
Ortsbezug
Standort
Deutschland, Berlin
Getty
,
GeoNames

Beziehungen

Personen/Körperschaften

  • Aufbewahrende Institution
    Landesarchiv Berlin
  • Verweist auf
    Kommunale Wohnungsverwaltung

Schlagworte

  • Archiv

Links

  • Website Findmittel
    https://www.landesarchiv-berlin.findbuch.net/php/main.php#43205265702e20373630
    Landesarchiv Berlin
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