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Bestand NY 4445: Nachlass Hermann und Käte Duncker
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Grunddaten
Bestandsart
Bestand
Beschreibung
Der hier vorliegende schriftliche Nachlass von Hermann und Käte Duncker, zwei hervorragenden und prägenden Persönlichkeiten der deutschen Arbeiterbewegung, umfasst 321 Akteneinheiten (7,8 lfm) und enthält Dokumente aus der Zeit von 1863-1967, 1986-1988. Noch unbearbeitet sind 4 lfm Schriftgut. Dabei handelt es sich in erster Linie um Sammlungen der Hermann-Duncker-Gedenkstätte und des Hermann-Duncker-Archivs (1960-1989) der Gewerkschaftshochschule (GHS) in Bernau. Der Nachlass enthält persönliche Dokumente und biographische Materialien; eine Vielzahl an Korrespondenzen zwischen den Eheleuten, mit ihren Kindern und mit Zeitgenossen; Notizen, Aufzeichnungen, Reden und Aufsätze sowie andere Arbeitsmaterialien aus ihrer beruflichen und politischen Tätigkeit und persönliche Dokumente. Daneben enthält er Korrespondenzen und anderes Schriftgut von Familienangehörigen. Besonders zu erwähnen sind hierbei die persönlichen und biographischen Papiere von Karl Duncker und Ausarbeitungen und Arbeitsmaterialien aus seiner wissenschaftlichen Tätigkeit sowie die persönlichen Papiere, Korrespondenzen und Arbeitsmaterialien von Wolfgang Duncker. Das vorhandene Schriftgut gibt nicht nur einen Einblick in das persönliche und private Leben der Nachlasser sondern dokumentiert sehr anschaulich und ausführlich die gesellschaftliche Entwicklung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und speziell der deutschen Arbeiterbewegung.
Der Nachlass ist seitdem in der Stiftung für wissenschaftliche Zwecke frei zugänglich. Die Veröffentlichung von persönlichen Unterlagen bedarf bis zum Jahr 2017 der Zustimmung der Eigentümer.
Die im Nachlass vorhandenen Filme zu Hermann und Käte Duncker wurden an das Filmarchiv im Bundesarchiv übergeben. Die Fotos befinden sich im Bildarchiv der Stiftung. Tondokumente aus dem Nachlass werden in der Sammlung TonY 1 verwahrt. Die Zusammenstellung derselben ist in der Gliederungsgruppe 5 dieses Findbuches zu finden. Die Bibliothek von Hermann und Käte Duncker, die ursprünglich ebenfalls zum Nachlass gehörte, der in der Duncker-Gedenkstätte verwahrt wurde, befindet sich jetzt in der Bibliothek der Stiftung und steht dort jedermann für die Benutzung zur Verfügung. Ihr besonderer Wert beruht u. a. in der Vielzahl von Randbemerkungen und Notizen Hermann Dunckers in den Büchern. |
Klassifikation: Bundesarchiv> Bestände> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990)> Nachlässe und Sammlungen> Nachlässe> D>
Laufzeit
1863-1967, 1986-1988
Signatur
BArch NY 4445
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Aufbewahrende Institution(Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO).)
- Aufbewahrende Institution(Der Nachlass wurde im Jahre 1960, nach dem Tod von Hermann Duncker, von seinen Erben dem FDGB zu wissenschaftlichen Zwecken und der Einrichtung einer Duncker-Gedenkstätte und eines Duncker-Archivs an der Hochschule der Deutschen Gewerkschaften (später Gewerkschaftshochschule) überlassen. Dort begann man zwischen 1961 und 1967 den Nachlass für die wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wurde er durch Erinnerungsberichte, Ton-, Film- und Bildmaterial sowie durch abgesandte Briefe angereichert. Aufgrund der besonderen Bedeutung des Nachlasses für die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung fasste das Sekretariat des ZK der SED im Sept. 1966 den Beschluss, dass der schriftliche Nachlass vom Hermann-Duncker-Archiv an das Zentrale Parteiarchiv der SED (ZPA) zu übergeben sei. Im ZPA wurde der Nachlass archivarisch erschlossen und weiter angereichert. Im Jahre 1990 erfolgte die Rückgabe an das FDGB-Archiv. Bei der Einbringung des FDGB-Archivs in die Stiftung übernahm zunächst die Johannes-Sassenbach-Stiftung den Nachlass als Depositum, bis dann Ende 1998 zwischen den Erben von Hermann und Käte Duncker und der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv ein Depositalvertrag abgeschlossen wurde.)