Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Biographische Angaben
Die Pinakothek erhielt im März 1940 ein Gemälde (Franz von Lenbach, Bildnis Franz von Liszt) vom Nationalmuseum, aus dem am 30.11.1938 beschlagnahmten Besitz von Sigmund Bernstein.
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen lagerten im August 1944 Bilder aus den Beschlagnahmungen in das Kloster Ettal aus; von insgesamt 278 sind 24 Bilder als jüdisch gekennzeichnet.
Erhielt das Gemälde (Franz Marc, Madrill) aus der Sammlung Fohn von der Hamburger Kunsthalle als Geschenk.
Die Sammlung sog. "Entarteter Kunst", 16 Gemälde, Zeichnungen, 113 Aquarelle und Gouachen, Druckgraphik, schenkte das Ehepaar Fohn teilweise den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.
Die Staatsgemäldesammlungen gab ein Gemälde (Schüler Lucas Cranachs des Älteren, Heilige Anna selbdritt) an die Erbin des jüdischen Hannoveraner Bankiers Ernst Magnus zurück. Schon 2009 hatte die Familie das Gemälde von den Staatsgemäldesammlungen zurückgefordert, doch damals verweigerte das Museum die Rückgabe. Denn Ernst Magnus hatte das Bild im Schweizer Exil verkauft, es galt nach damaliger Einschätzung somit nicht als NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut. Seit 1961 hatte die Heilige Anna offiziell dem Freistaat Bayern gehört. Es war Teil eines Konvoluts von rund 140 Kunstwerken, das die Staatsgemäldesammlungen aus der Sammlung von Nazi-Größe Hermann Göring geerbt hatten. Er hatte das Heiligenbild über seinen Kunsthändler Walter Andreas Hofer bei der Galerie Fischer in Luzern ankaufen lassen.
Die Erben der ehemaligen Münchner Kunsthandlung Brüder Lion erhalten von den Staatsgemäldesammlungen die zwei Gemälde (Franz Sigrist, Lot und seine Töchter) und (Franz Sigrist, Abraham bewirtet die drei Engel) zurück.
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen restituierten ein Werk aus dem 15. Jahrhundert an die Erben von Ellen Funke. Ellen Funke aus Hamm war einst Begünstigte von Kunstwerken aus dem „Loeb’schen Fideikommiss“, einer bedeutenden Privatsammlung mit Wurzeln im 19. Jahrhundert. Als diese unter den Erbberechtigten aufgeteilt wurde, umfasste ihre Sammlung 101 Kunstwerke, darunter auch das restitutierte Werk. Weil ihre mütterlichen Vorfahren jedoch jüdischer Herkunft waren, wurde sie selbst als „jüdischer Mischling ersten Grades“ eingestuft und verfolgt. Sie verkaufte das Werk 1936 an die Galerie Stern in Düsseldorf. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erwarben die Rückseite des ursprünglich beidseitig bemalten Gemäldes im Juli/ August 1938.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Zugehörige EinrichtungWeitere InformationsquelleGND Alte Pinakothek22.03.2021
- KäuferKaufte 1932 ein Werk (Heinrich Mathias Ernst Campendonk) von Haubrich. Das Werk wurde 1937als "Entartete Kunst" beschlagnahmt und kam durch einen Tausch 1940 in den Besitz von Hildebrand Gurlitt, der es 1943 an Josef Haubrich weiterverkaufte.Projektbericht01.10.2012
- Besitzer, EigentümerErhielt Stücke von den im Winter 1938/39 in München beschlagnahmten Kunstwerken aus jüdischem Besitz, die weitergegeben wurden von dem als Zwischenlager genutzten Münchner Stadtmuseum (Historisches Museum) und dem Bayerischen Nationalmuseum.Münchner Stadtmuseum11.2013
- Besitzer, EigentümerErhielt Stücke von den im Winter 1938/39 in München beschlagnahmten Kunstwerken aus jüdischem Besitz, die weitergegeben wurden von dem als Zwischenlager genutzten Bayerischen Nationalmuseum und dem Münchner Stadtmuseum (Historisches Museum).11.2013
- GeschäftsbeziehungTausch eines Kunstwerks von Campendonk mit Hildebrand Gurlitt 1940, das 1937 als "Enartete Kunst" beschlagnahmt wurde.Projektbericht01.10.2012
- Verweist aufHugo Marx verlor als Verfolgter des NS-Regimes erhebliche Vermögenswerte. Gemälde aus seinem Besitz, u. a. von Courbet, wurden durch den Liquidator seines Bankhauses an die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vermittelt.19.01.2018
- Besitzer, EigentümerErhielt im Dezember 1952 formal Objekte aus dem Besitz des Baldur von Schirach von der Oberfinanzdirektion.19.09.2018
- GeschäftsbeziehungDie Oberfinanzdirektion übergab den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen die Objekte aus dem Besitz von Baldur von Schirach.Oberfinanzdirektion München19.09.2018
- ArbeitgeberKarl Busch war um 1954 Mitarbeiter.Busch, Karl19.09.2018
- MitarbeiterErnst Holzinger war Mitarbeiter der Staatsgemäldesammlung.LiteraturangabeWeitere InformationsquelleS. 3492011
- MuseumsdirektorAb 1959 war Kurt Martin Generaldirektor, der ein Tauschangebot von Henriette von Schirach ablehnte.Martin, Kurt19.09.2018
- GeschäftsbeziehungBeim Münchener Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller erwarben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vereinzelt Kunstgegenstände (1936-1945).06.2011
- ArbeitgeberRobert Oertel war ein Mitarbeiter der Staatsgemäldesammlungen, der mit Henriette von Schirach wegen eines Tausches kooperieren wollte.19.09.2018
- GeschäftsbeziehungHenriette von Schirach forderte vier Bilder aus der ehemaligen Sammlung Heinrich Hoffmanns zurück, die sich seit 1959 im Besitz der Staatsgemäldesammlungen befanden.19.09.2018
- GeschäftsbeziehungVermittlung eines Objektes im Jahr 1934 durch die Kunsthandlung Sandor.04.02.2014
- GeschäftsbeziehungDie graphische Sammlung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen ersteigerte Blätter bei Roman Norbert Ketterer.13.07.2018
- GeschäftsbeziehungCandida Seitz bot den Staatsgemäldesammlungen Werke aus ihrer Sammlung an (19.07.1953).19.01.2018
Ereignisse
- VeranstalterDer Ausstellungsteil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Pinakothek der Moderne fand vom 24.10.2013-26.01.2014 statt. Kuratorin war Andrea Bambi.Weitere InformationsquelleWebsite Alfred Flechtheim.com, Kunsthändler der Avantgarde (Letzter Zugriff: 23.11.2020)12.01.2021
- KäuferAus der Verkaufsausstellung erwarben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen Gemälde.06.2011
Sammlungen
- Aufbewahrende InstitutionDie Bayerischen Staatsgemäldesammlungen äußerten die Ankaufsabsicht für vier Bilder aus der ehemaligen Sammlung von Heinrich Hoffmann, die auch Henriette von Schirach zurückforderte. Übernahm und inventarisierte 1952 die an den Freistaat Bayern übertragenen Gegenstände aus der Einziehung der Sammlung Heinrich Hoffmanns, darunter das Gemälde (Joos de Momper, Felsenlandschaft).19.09.2018
- SammlungsbestandteilDie Staatsgemäldesammlungen besitzen noch 81 Gemälde und eine Skulptur aus der Sammlung Göring.Weitere InformationsquelleWebseite BR 24 online15.12.2025
Weitere Informationen und Quellen
Forschungsprojekte
- Projektbezug
- Projektbezug(Forschungsprojekt der Einrichtung)
- Projektbezug(Forschungsprojekt der Einrichtung)
- Projektbezug
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Archivalien
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Literatur & digitale Angebote
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- Aufbewahrende Institution(Aufbewahrung eines annotierten Katalogexemplars.)06.2011
- Aufbewahrende Institution(Aufbewahrung eines annotierten Katalogexemplars.)06.2011
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