Lehrstuhl für Archäologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Antikensammlung
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Biographische Angaben
Die Sammlung Antiker Kleinkunst war zusammen mit einer umfangreichen Sammlung von Gipsabgüssen antiker Plastik bis 1962 Teil des Archäologischen Museums der Friedrich-Schiller-Universität Jena und umfasst vor allem Keramik, Terrakotten und Kleinbronzen von der mykenischen bis in die römische Zeit. Den Grundstock der Originalsammlung bildete bereits im Jahre 1846 eine Schenkung des Herzogs Joseph von Sachsen-Altenburg. Weitere Stücke erwarb der Jenaer Altphilologe Carl Wilhelm Göttling (1793–1896) auf seinen Reisen nach Italien und Griechenland. Er war der Gründer des Archäologischen Museums der Universität. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterten vor allem Ferdinand Noack und Botho Graef die Jenaer Sammlung um weitere, im Kunsthandel erworbene Objekte. Bis in die 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts kamen immer wieder Schenkungen hinzu, so u. a. im Jahr 1902 die sog. Schliemann-Dubletten aus Berlin, im Jahr 1919 eine Sammlung von 138 antiken Glasgefäßen aus Palästina, die der Weimarer Baurat Friedrich Eduard Gustav Rebling dem Jenaer Museum testamentarisch vermachte oder die umfangreiche Sammlung von Öllampen des Fabrikanten Otto Wohlberedt im Jahr 1940. Den wohl bedeutendsten Teil der Sammlung bildet aber ein Fundkomplex, den Carl Wilhelm Göttling im Jahr 1852 während seiner zweiten Griechenlandreise in Athen erwarb. Das Archäologische Museum der Universität Jena überstand zwar nahezu unbeschadet den Zweiten Weltkrieg, wurde aber 1962 aus Raumnot aufgelöst. Die Gipsabgusssammlung wurde zunächst im Schloss Sondershausen aufgestellt, bis sie 1981 auch dort weichen musste und seitdem in den Magazinen der Berliner Museen eingelagert wurde. Seit 1996 konnte sukzessive ein kleiner Teil der historischen und einst durch Jenaer Bürger finanzierten Abgüsse nach Jena zurückgeholt werden.
Otto Wolhberedt stiftete aus seiner Sammlung zwölf vorwiegend römische Lampen und ein Henkelfragment aus seiner Sammlung an die FSU Jena. Die Lampen wurden von Wohlberedt etikettiert mit: Rom Wohlberedt 1939
Antikensammlung beinhaltet 120 Öllampen als Stiftung oder Teil einer Schenkung.