Ostfriesische Landschaft
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Biographische Angaben
Bei der Ostfriesischen Landschaft geht es nicht um ein Museum mit Ausstellungsbetrieb, sondern um einen Höheren Kommunalverband mit Aufgaben in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Bildung, dessen Sammlungsbestände über die Jahre als Zeugnisse der ostfriesischen Kultur sowie zur Repräsentation als Ausstattung des Landschaftshauses akquiriert und genutzt wurden.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten vor die Wahl zwischen der Auflösung und der Heimatkulturpflege im Sinne des Regimes gestellt, entschieden sich die handelnden Personen schnell für letzteres. In den folgenden Jahren machte die Landschaft eine Modernisierung und Ausweitung ihrer Arbeitsfelder im Einklang mit der herrschenden Ideologie durch; der Höhepunkt war dabei der Beschluss einer neuen Landschaftsverfassung nach dem „Führerprinzip“ 1942. Wichtigste Person in dieser Zeit war der Leeraner Landrat und Leiter des Bundes der ostfriesischen Heimatvereine Hermann Conring, der 1942 die Position des Landschaftsvorstehers übernahm und seine Abordnung als Leiter der Zivilverwaltung in die Provinz Groningen nutzte, um dort Antiquitäten und Kunsthandwerk für die Landschaft einzukaufen.
Nach Kriegsende wurde die im Sinne der NS-Ideologie formulierte Verfassung von 1942 „demokratisiert“ und die Landschaft zur Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Ankauf eines sogenannten „Prahlschranks“ und weiterer antiquarischer Gegenstände in den Niederlanden durch den damaligen Landschaftsvorsteher Hermann Conring.
Da der von der Landschaft angesammelte Bestand an historischen Objekten und Mobiliar bis in die Gegenwart primär als Ausstattung des Landschaftshauses angesehen wurde, lag die Zuständigkeit dafür auch nicht bei den Arbeitsgruppen bzw. den wissenschaftlichen Mitarbeitern, sondern bei der Verwaltung, die in unregelmäßigen Abständen Verzeichnisse der vorhandenen Gegenstände anlegte. Im Bereich der Volkskunde wurde seit den 1950er Jahren durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin eine große Sammlung aufgebaut, die in den 1980er Jahren als Leihgabe an das Historische Museum Aurich abgegeben und inzwischen an dieses verkauft wurde.
Weitere Informationen und Quellen
Forschungsprojekte
Archivalien
- Bestandsinformation
- Wird angeführt in
- Wird angeführt in
- Wird angeführt in