Staatliche Museen zu Berlin. Museum für Islamische Kunst
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Biographische Angaben
Das Museum wurde 1904 durch Wilhelm von Bode als Islamische Abteilung im Kaiser-Friedrich-Museum (dem heutigen Bode-Museum) gegründet und zunächst von Friedrich Sarre als ehrenamtlichem Leiter aufgebaut. Gemeinsam mit 21 von Bode gestifteten Teppichen bildete die Fassade des umayyadischen Wüstenschlosses Mschatta den Grundstock der Sammlung. Im neu erbauten Pergamonmuseum bezog das Museum das Obergeschoss des Südflügels und wurde dort 1932 eröffnet. Wegen des II. Weltkrieges wurde die Ausstellung 1939 geschlossen. Trotz der Auslagerung von Kunstwerken und der Sicherung von im Pergamonmuseum verbliebenen Objekten erlitt die Sammlung Schäden und Verluste. 1954 wurde die Sammlung als Islamisches Museum im Pergamonmuseum wiedereröffnet. Die in die westlichen Besatzungszonen ausgelagerten Bestände wurden in das Museum in Dahlem zurückgeführt, wo sie ebenfalls 1954 erstmals nach dem Krieg wieder ausgestellt werden konnten. Von 1968 bis 1970 gab es eine Ausstellung im Schloss Charlottenburg. 1971 wurde die ständige Ausstellung des Museums für Islamische Kunst in einem Neubau im Museumskomplex Dahlem eröffnet. Das Islamische Museum im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel erhielt 1958 den größten Teil der 1945 bis 1946 als Beutekunst in die Sowjetunion verbrachten Kunstwerke zurück. Auf der Grundlage des Einigungsvertrages wurden die beiden Museen 1992 unter dem Namen Museum für Islamische Kunst organisatorisch zusammengeführt. Am Standort Dahlem schloss die Ausstellung 1998. Eine neu gestaltete ständige Ausstellung wurde im Obergeschoss des Südflügels im Pergamonmuseum im Jahre 2000 eröffnet.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Leitende PositionAb 1904 leitete Friedrich Sarre ehrenamtlich die von Wilhelm von Bode neu gegründete islamische Abteilung der Berliner Museen im Kaiser-Friedrich-Museum (heute Museum für Islamische Kunst).Weitere InformationsquelleWikipedia - Friedrich Sarre01.06.2026
- Zugehörige EinrichtungDas Museum für Islamische Kunst gehört zu den Staatlichen Museen zu Berlin.Weitere InformationsquelleWebseite Institution01.06.2026