Becher, Kurt
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Becher war ab 1. Mai 1937 Mitglied der NSDAP.
Er kam zu Kriegsbeginn in die SS-Totenkopf-Reiterstandarte 1 unter ihrem Kommandeur Hermann Fegelein. Becher wurde bald befördert und Zugführer in der 1. Schwadron, die im Krieg auch gegen die Sowjetunion zur Bekämpfung von Partisanen herangezogen wurden. Während dieser Zeit ermordete seine Einheit rund 14.000 Juden. Im März 1942 wurde Becher als SS-Hauptsturmführer in das SS-Führungshauptamt versetzt. Dort übernahm er die Inspektion des Reit- und Fahrwesens der SS und wurde zunächst zum SS- Sturmbannführer und 1944 zum SS-Obersturmbannführer befördert. Im März 1944 war er nach dem Einmarsch in Ungarn nach Budapest berufen, um für die Waffen-SS Ausrüstung und Pferde zu kaufen.
Kurt Becher "übernahm" Werke mehrerer ungarischer Familien und war außerdem maßgeblich an der systematischen Evakuierung der ungarischen Wirtschafts- und Kulturgüter beteiligt. Er nahm an der Ausfuhr von Vollblutpferden jüdischer Inhaber, sowie an der berüchtigten Operation „Blut gegen Ware“ (auch als „Kasztner-Fall“ bekannt) teil.
Im Mai 1945 wurde Kurt Becher durch die amerikanischen Militärbehörden in Nürnberg inhaftiert. In den Nürnberger Prozessen wurde er lediglich als Zeuge vernommen, nicht persönlich angeklagt.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Berufliche BeziehungBecher war wirtschaftlicher "Sonderbeauftragter" Heinrich Himmlers.Himmler, HeinrichProjektbericht29.09.2023
- ZusammenarbeitChristian Weber und Becher waren gemeinsam im Budapester Sonderstab SS-HFA tätig.Projektbericht29.09.2023
Weitere Informationen und Quellen
Forschungsprojekte
- Projektbezug