Houy, Reinhard
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Schulbesuch in Hanau.
Studium der Forstwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, das er abbrach. Anschließendes Medizin- und Naturwissenschaftentudium in München und Berlin. Für die Promotion ging Reinhard Houy nach Neapel. Nach seiner Rückkehr war er als Assistenzarzt am Städtischen Krankenhaus Nauen bei Berlin angestellt.
Reinhard Houy unternahm unter der Leitung von Hans Meyer und mit Otto Tiller eine fünf monatige Expedition ("Ostafrika Expedition") durch Tansania (Bukoba , Ikimba See, Burigi See), Ruanda (Muhazi See, Kigali, Ruhondo See, Virunga Vulkane, Kiwu See, Gaharo (Berg)), Burundi (Kajaga, Bujumbura, Mugera) und erneut Tansania (Tabora , Ledingombe, Ruaha Fluss, Kilossa, Dar Es Salaam).
Reinhard Houys Aufgabengebiete waren die medizinischen Betreuung der Expedition sowie das Anstellen von botanischen, zoologischen, anthropologischen und ethnographischen Beobachtungen.
Ziel der Expedition war in bisher unbekannten Regionen in der damaligen Kolonie “Deutsch-Ostafrika” geologische, zoologische und geographische Forschung durchzuführen. Von Expeditionsteilnehmern angelegte Sammlungen wurden Eigentum von Hans Meyer, beziehungsweise mussten sie Hans Meyer zum Erwerbspreis angeboten werden. Expeditionsteilnehmer durften materielles Kulturgut nur behalten, wenn es sich um Dubletten handelte. Reinhard Houy erwarb bei dieser Reise materielles Kulturgut. Ob die Objekte, die Reinhard Houy zugeordnet sind, tatsächlich Dubletten sind oder Objekte, die er zuvor Hans Meyer gemäß dem Vertrag zum Erwerbspreis anbot, ist nicht belegt.
Reinhard Houy schenkte Objekte, die er auf dieser Expedition gesammelt hat, dem Oberhessischen Museum.
Teilnahme als Regierungsarzt an der Logone-Pama Grenzexpedition in Kamerun.
Nach dem Ende der Expedition wurde Reinhard Houy während der Rückkehr nach Garua im Schlaf von einem Expeditionsteilnehmer ermordet. Grund sei die schlechte Behandlung durch Reinhard Houy gewesen, der der Person („Togo Diener Heinrich“ genannt) mit Lohnabzügen drohte. Am 25. Juli wurde diese Person zum Tode verurteilt.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Verweist aufVon Reinhard Houy befinden sich in der ethnographischen Sammlung des Oberhessischen Museums 7 Objekte aus der damaligen Kolonie "Deutsch-Ostafrika" sowie 8 Objekte aus Kamerun damals "Deutsch-Westafrika" (2 davon aus der Stadt/Region Garua). 2 Objekte stammen aus den nigerianischen Städten Lakoja (OHM 5307) und Yola (OHM 5350). 2 weitere Objekte in der Sammlung (OHM 5369 und 5370) können von Reinhard Houy oder Adolf Diehl stammen. Reinhard Houy erwarb das materielle Kulturgut bei der Expedition in die damalige Kolonie "Deutsch-Ostafrika" 1911 unter der Leitung von Hans Meyer.03.2023
- BekanntschaftReinhard Houy nahm an der von Hans Meyer angeführten Expedition in der damalige Kolonie Deutsch-Ostafrika ("Ostafrika-Expedition") 1911 teil. Reinhard Houy schätzte Hans Meyer und bat ihn u.a. um seine Einschätzung zur Logone-Pama Grenzexpedition vor seiner Zusage. Der Kontakt bestand auch während der Expedition.03.2023
- BekanntschaftReinhard Houy und Wilhelm Sievers waren miteinander bekannt. Wilhelm Sievers stellte für Reinhard Houy den Kontakt zu Hans Meyer her.03.2023
Weitere Informationen und Quellen
Forschungsprojekte
Archivalien
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