Nagel, Otto
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Nach der Volksschule begann er in einer Mosaik- und Glasmalereiwerkstatt eine Lehre zum Glasmaler, die er nicht abschloss, und arbeitete später als Transportarbeiter.
Mitglied der SPD ab 1912.
Er leistete im Ersten Weltkrieg zunächst Kriegsdienst, kam dann aber wegen Kriegsdienstverweigerung in das Straflager Wahn bei Köln.
Im Jahr 1919 malte Otto Nagel seine ersten Ölbilder und Pastelle unter dem Einfluss von August Macke.
Nagel organisierte die Erste Allgemeine Deutsche Kunstausstellung 1924/1925 in Moskau, Saratow und Leningrad. Im Jahr 1926 stellte er im Sängerheim, einem Bierlokal in Wedding, seine aktuellen Bilder aus. Von 1928 bis 1931 stellte er in der Novembergruppe aus. 1932 betreute er die Käthe-Kollwitz-Ausstellung in Moskau und Leningrad, bei der 160 Arbeiten der Künstlerin gezeigt wurden.
1933 wurde Otto Nagel zum Vorsitzenden des Reichsverbandes der Bildenden Künstler Deutschlands gewählt. Die Wahl wurde einen Tag später von den Nazis annulliert, weil sich Nagel zu stark politisch gegen sie engagiert hatte. Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen (unter anderem im KZ Sachsenhausen 1936/1937, Häftlingsnummer 1287, Block 8[7]) folgten. 1937 kam Nagel auf Initiative seiner Frau wieder frei, durfte aber in seinem Atelier weiterhin nicht arbeiten.
1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ drei Gemälde Nagels aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt und vernichtet.
Mitglied der SED durch Vereinigung der SPD mit der KPD.
Nagel war von 1950 bis 1952 Erster Vorsitzender und 1955/1956 Präsident des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK) und 1956 bis 1962 Präsident der Akademie der Künste der DDR.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- FreundschaftNagel war eng mit Käthe Kollwitz befreundet. Er gab zahlreiche Schriften über ihr Werk heraus.Weitere InformationsquelleWikipedia07.04.2025
- Leitende PositionNagel gehörtezu den Mitbegründern des Kulturbundes. (1945) Der Kulturbund delegierte ihn als Mitglied der Beratenden Versammlung Brandenburgs.Weitere InformationsquelleWikipedia07.04.2025
Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in