Pick, Moric
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Moric Pick erstellte eine erste Bilanz seiner Firma im Zuge der Vermögensanmeldung.
Die kommissarische Leitung der Pick Salamifabrik übernahm Dr. Alois Waschka. Eine sog. Arisierung und Aufrechterhalung der Firma wurde aus wehrpolitischen und wirtschaftlichen Gründen befürwortet. Waschka bemühte sich, die Fabrik an Inge Probst (NSDAP-Mitglied und Witwe seit dem Putsch von 1934) zu verkaufen.
Verhaftung von Moric Pick wegen Steuerhinterziehung und Verheimlichung von Fleischbeschaugebühren in Höhe von 30.000 Reichsmark. Die ungarische Gesellschaft in Wien versuchte zu intervenieren, aber die Vermögensverkehrsstelle wies dies ab. Die Summe wurde aufgrund mangelnder Beweislage in einer einzigartigen Vorgangsweise rückvergütet und der nach Ungarn geflüchteten Familie nachgeschickt.
Die Ehefrau Irma floh mit der Tochter nach Szeged; Moric Pick befand sich zu dieser Zeit noch in Untersuchungshaft und konnte seiner Familie erst 1939 folgen.
Die Fabrikanlage wurde an die Wehrkreisverwaltung und an die Reichsstelle für Getreide bzw. die Lagerhausgenossenschaft Guntramsdorf vermietet. Später wurde das Fabrikgelände zwangsversteigert. Der Käufer war Anton Koci, Generalvertreter der Fahrzeugfabrik Westfalia.
Im Januar 1940 wurden die Privatgegenstände des Moric Pick veräußert. Am 30. Oktober 1941 ist das Fabriksgelände in Erlaa und ein Acker in Atzgersdorf, der ebenfalls Moric Pick gehört hatte, versteigert worden.
Im Sommer 1944 wurde die Familie Pick in Szeged von der SS festgenommen und deportiert. Am 8. Dezember traf der Zug im Konzentrationslager Bergen-Belsen ein. Am 17. Februar 1945 kam Moric Pick ums Leben. Ende März wurden Irma Pick und die Tochter nach Theresienstadt verlegt und am 8. Mai 1945 befreit.
Beziehungen
Sammlungen
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Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in(S. 814-819.)
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