Spielmeyer, Werner
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Dr. Werner Spielmeyer soll durch seinen Vater, den des Dessauer Hof-Tapezierer Friedrich Spielmeyer (gest. 1944), bereits ab 1919 direkten Zugang zu den verkäuflichen Teilen der herzoglichen Sammlung gehabt und als Kunsthändler vieles davon weiterverkauft haben. Nach anderen Angaben verkaufte im herzoglichen Auftrag zunächst Friedrich Spielmeyer, später war auch Dr. Werner Spielmeyer beteiligt. Es scheint sowohl möglich, dass sich bei Kriegsende noch größere Bestände an „Kommissionsware“ aus herzoglichem Besitz im Lager befanden, die nach und nach verkauft wurden, als auch, dass Teile der herzoglichen Sammlung vor 1945 von Spielmeyer für sich selbst erworben und nach 1945 beispielsweise an die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau verkauft wurden. Darüber hinaus könnte Spielmeyer auch in Zusammenhang mit der Bergung und Verwertung von Bodenreformgut tätig gewesen sein.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- GeschäftsbeziehungDie Anhaltische Gemäldegalerie erwarb zahlreiche Kunstgegenstände von Dr. Werner Spielmeyer. Diese Ankäufe erfolgten nachweislich von der unmittelbaren Nachkriegszeit an bis 1990. Darunter befanden sich auch Objekte aus früherem herzoglichem Besitz, darunter die 1958 erworbenen „altdeutschen Zeichnungen“.22.10.2020