Unger, Fritz
Grunddaten
Tätigkeitsbereich
Familiäre Beziehungen
Biographische Angaben
Felix Unger hatte Beteiligungen an den Firmen Danubius Textilwerke A. G. in Bratislava, Spinnerei und Weberei Teesdorf-Schönau in Wien und Dugaresa Vaterländische Baumwollspinnerei und Weberei.
Vorerst blieben Fritz und Anna Unger in Wien, um die Familienangelegenheiten zu klären.
1938 wurden die noch vollständig eingerichtete Stadtwohnung des verstorbenen Schwiegervaters Gustav Arens und die Fritz Unger und Felix Haas zu gleichen Teilen gehörenden Liegenschaften in der Wiener Goldeggasse 1-3, Himmelstraße 57, samt Park und Weingärten vom Deutschen Reich eingezogen.
Fritz Unger wurde verhaftet und befand sich in Schutzhaft der GESTAPO. Seine Freilassung kostete 100.000 Schweizer Franken und 35 Prozent seiner Teesdorf-Schönauer Aktien. Unter der Bedingung Österreich sofort zu verlassen, wurde Fritz Unger entlassen.
Zur Erledigung der Arisierung der Firma W. Abeles & Co. wurden dem kommissarischen Leiter 26 Prozent von Aktien, die Fritz Unger besaß, angeboten.
Die Familie Unger flüchtete über die Schweiz nach Frankreich und von dort schließlich in die USA.
Fritz Unger versuchte für seine Familie eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen. Die französischen Behörden willigten der Bearbeitung aber nur unter gewissen Bedingungen ein. Drei Gemälde wurden aus dem Zolldepot dem Louvre übergeben. Zwei Werke wurden als Schenkung im Namen Ungers übergeben und das weitere im Namen Otto Anningers. Am Ende hat das Ehepaar die Papiere für ihre Aufenthaltserlaubnis nie gesehen und die Werke befinden sich immer noch im Louvre.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Verweist aufIm Zuge des Erhaltes einer Aufenthaltsgenehmgigung für Frankreich musste Fritz Unger Werke aus einer Sammlung dem Louvre als Schenkung vermachen. Darunter auch ein Werk, welches als Schenkung im Namen von Otto Anninger in den Louvre überging.
Sammlungen
- Sammlungsbesitzer
Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in(S. 87-107.)