Bergung, Sicherung, Umverteilung – Kulturgutverlagerung in der Provinz bzw. dem Land Brandenburg 1945-1952 mit Fokus auf musealen Sammlungsbeständen im früheren Bezirk Potsdam
Beschreibung
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand die brandenburgische Museumslandschaft vor gewaltigen Herausforderungen. Tiefgreifende Veränderungen resultierten einerseits aus den teils enormen Sammlungsverlusten durch Kriegseinwirkung und andererseits durch die oft chaotischen Umstände, unter denen Museen in kürzester Zeit gemäß besatzungshoheitlicher Anordnung wieder in Betrieb genommen werden mussten. In regional und lokal sehr unterschiedlicher Ausprägung kam es zu Neuaufstellungen und Umstrukturierungen der Museumslandschaft. Dabei gelangten, nicht zuletzt als unmittelbare und mittelbare Folge der Bodenreform, große Mengen von Kulturgut auf teils noch ungeklärte Art und Weise in zahlreiche Museumssammlungen. Dieser Zustrom hielt auch nach der Gründung der DDR 1949 an.
Ziel des Forschungsvorhaben ist es, dieses komplexe Handlungs- und Konfliktfeld für das Land Brandenburg (hier mit Fokus auf den früheren Bezirk Potsdam) quellenbasiert zu beleuchten, neue Schriftquellen zu erschließen und mit einer detaillierten Quellensammlung die Grundlage für weitere Forschungen nach entzogenem, geborgenem oder allgemein disloziertem Kulturgut der Nachkriegszeit in Brandenburg und darüber hinaus zu ermöglichen.
© Museumsverband des Landes Brandenburg e. V.
Grunddaten
Forschungsbericht und Materialien
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Zugehörige Ausstellungen und Publikationen
Inhaltliche Bezüge
Ereignisse
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Archivalien
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