Ermittlung von NS-Raubgut in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Beschreibung
Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln verfügt über einen Bestand von etwa 400.000 Büchern, die vor dem Jahr 1945 erschienen sind und ungeklärte Objektbiografien aufweisen. Den größten Anteil machen dabei die Bestände der Historischen Stadtbibliothek Köln aus.
Aufgrund des Verlusts eines Großteils der Inventarbücher der Bibliothek während des Zweiten Weltkriegs müssen potenziell verdächtige Zugänge durch eine autoptische Untersuchung jedes Bandes ermittelt werden. Seit 2005 widmet sich die Bibliothek proaktiv der NS-Provenienzforschung. In Vorarbeiten wurden bereits über 50.000 Bände autopsiert.
Ziel des Projekts ist zunächst die systematische Bestandsprüfung eines Teilbestands der Historischen Stadtbibliothek Köln, speziell der Bestandsgruppe "Geschichte" mit 27.147 Bänden, die vor 1945 erschienen sind, auf Erstverdachtsfälle für NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter.
In einem zweiten Schritt werden die Erwerbungsgeschichten hinter diesen Fällen erforscht. Besonders im Fokus steht dabei die Ermittlung von vorbesitzenden Personen, Gruppen oder Institutionen sowie die Erforschung ihrer Schicksale. Die Objektgeschichten und Provenienzmerkmale werden dokumentiert und ggf. auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht, wie dem Kölner Provenienzportal (https://provenienzen.ub.uni-koeln.de/portal/home.html?l=de).
© Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Grunddaten
Forschungsbericht und Materialien
Proveana liegt aktuell kein Forschungsbericht vor. Das kann unterschiedliche Ursachen haben. Bei Fragen erreichen Sie uns unter proveana@kulturgutverluste.de