Direkt zum Inhalt
Proveana - Datenbank Provenienzforschung - Deutsches Zentrum Kulturgutverluste

Hauptnavigation (Header)

  • Suche
    • Erweiterte Suche
    • Lost Art-Datenbank
    • Karte
  • Über Proveana
    • Grundlagen
    • Leitlinien
    • Informationen und Hinweise
  • Hilfe
    • Erste Schritte
    • Ausführliche Anleitung
    • Grundlagendokumente
    • Recherchemöglichkeiten
    • FAQ
    • Nutzungsbedingungen
    • Glossar
  • Themen
    • Erbenermittlung
    • Jüdische Sammler:innen
    • Kunstfund Gurlitt

Benutzermenü (Header)

  • Anmelden

Externe Links

  • Lost Art - Datenbank
  • Stiftung
  • de
  • en

Dienstmenü

  • Kontakt
  • Suche
  • Erweiterte Suche
  • Karte
Projekt

Erstcheck NS-Raubgut von Museumsbeständen in Museum Schloss Bernburg, Kreismuseum Bitterfeld, Museum für Naturkunde und Vorgeschichte Dessau, Freilichtmuseum Diesdorf, Museum Schloß Neuenburg (Bestände ehemalig. Kreismuseum), Museum Heineanum Halberstadt, Prignitz-Museum Havelberg, Museum im Schloss Lützen, Kreismuseum Osterburg, Städtische Museen Tangermünde, Spengler-Museum Sangerhausen, Salzlandmuseum Schönebeck, Börde-Museum Burg Ummendorf, Museum Schloß Neu-Augustusburg Weißenfels, Harzmuseum Wernigerode, Museum Zörbig und Koordinierung von bereits vorhandenen wie weiterführenden Maßnahmen zur Provenienzforschung

Projekt-ID
LA05-I2017
Permanent URL
https://www.proveana.de/de/link/pro10000252
Forschungskontext
  • NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut

Beschreibung

Im Projekt wurde an 16 Museen in Sachsen-Anhalt nach NS-Raubgut gesucht. Beteiligt waren
1. das Museum Schloss Bernburg,
2. das Kreismuseum Bitterfeld,
3. das Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Dessau,
4. das Freilichtmuseum Diesdorf,
5. das Museum Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut),
6. das Museum Heineanum in Halberstadt,
7. das Prignitz-Museum am Dom Havelberg,
8. das Museum im Schloss Lützen,
9. das Spengler-Museum in Sangerhausen,
10. das Salzlandmuseum in Schönebeck,
11. das Winckelmann-Museum in Stendal,
12. die Städtischen Museen in Tangermünde,
13. das Börde-Museum Burg Ummendorf,
14. das Museum Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels,
15. das Harzmuseum Wernigerode und
16. das Heimatmuseum im Schloss Zörbig.1


Diese Museen befinden sich in vorwiegend kommunaler Trägerschaft. Neben 13 Stadt- und Regionalmuseen wurden auch die Bestände von zwei Naturkundemuseen und einem Archäologie- und Kunstmuseum untersucht.
Der Erstcheck knüpfte an das Pilotprojekt an, das 2016/2017 an fünf Museen in Sachsen-Anhalt durchgeführt wurde und bei dem zahlreiche neue Erkenntnisse gewonnen werden konnten.
Ziel des Projektes war es zu prüfen, ob es Objekte in den Museen gibt, die im Verdacht stehen, ihren Besitzern in der Zeit des Nationalsozialismus unrechtmäßig entzogen worden zu sein.

Darüber hinaus konnte der Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. auch Erkenntnisse zur Geschichte der Museen und ihrer Sammlungen sowie über die personellen Verflechtungen der Museumsleiter und der örtlichen Akteure in der Zeit des Nationalsozialismus gewinnen (siehe Tabelle). Ebenso wurden diverse Unterlagen des Museumsverbandes in der preußischen Provinz Sachsen und im Freistaat Anhalt aus der Zeit des Nationalsozialismus in den jeweiligen Museums- und Stadtarchiven gefunden: Briefe, Veranstaltungsprogramme, Mitgliedsanträge, Rundbriefe. Die können mit ausgewertet werden für die Verbandsgeschichte und helfen, die Frage nach dem Einfluss der Museumsberatung und ihrer NS-Netzwerke auf die Museumsarbeit zu beantworten.


Im Freilichtmuseum Diesdorf, Museum Schloss Lützen, in den Städtischen Museen Tangermünde und im Börde-Museum Burg Ummendorf wurden keine oder nur sehr wenige Hinweise auf NS-Raubgut gefunden. Die Funde (Judaica, Freimaurer) im Museum Schloss Bernburg, Kreismuseum Bitterfeld und Heimatmuseum im Schloss Zörbig reichen für einen eigenen vertiefenden Antrag vermutlich nicht aus. In Dessau ist die Sammlung Max Seemann (Museumsleiter) sicherlich näher die zu erforschen, weil er wahrscheinlich als Halbjude verfolgt wurde und womöglich seine Sammlung 1934/35 unter Druck verkaufte. Vertiefende Provenienzforschung ist im Winckelmann-Museum Stendal v. a. für die Sammlung Rudolph Grosse geboten. Dem Prignitz-Museum am Dom Havelberg ist ein kurzfristiger Antrag für die beiden Judaica sowie deren Lost-Art-Einstellung empfohlen. Das Spengler-Museum ist ein kurzfristiger Antrag für die Restitution eines Schrankes nahegelegt. Das Harzmuseum Wernigerode sollte die den Akten nach während der NS-Zeit im Kunsthandel angekauften Werke suchen und ggf. deren Herkunft klären. Im Museum Schloss Neuenburg wurden auch mehrere Hinweise auf mögliches NS-Raubgut entdeckt. Dem Museum Weißenfels ist angesichts zahlreicher ungeklärter Bestandsgruppen empfohlen vertiefend zu forschen.
Einige Objekte mit Bezug zu jüdischem Leben und Judaica befinden sich in sieben der Museen. Freimaurer-Gegenstände sind in sechs der Erstchecks aufgefallen. Konvolute aus kolonialen Kontexten gibt es in zwölf der erstgecheckten Museen. Der Großteil der geprüften Museen besitzt Objekte mit Herkunftshinweisen auf Entzugskontexte in der SBZ/DDR.

¹ Das 17. Museum, das Kreismuseum Osterburg, konnte nicht im vorgesehenen Zeitraum geprüft werden. Es ist in der 3. Staffel ab 12/2019-11/2020 mit dabei.


© Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.

Grunddaten

Projektkategorie
Erstcheck
Beschreibung Bestand
Sammlung
Zuwendungsempfänger
Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V. Bernburg
(Verwaltung)
Ansprechpartner
Susanne Kopp-Sievers
Geschäftsführerin Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
info@mv-sachsen-anhalt.de
Bundesland
Sachsen-Anhalt
Projektlaufzeit
15.10.2017 - 14.10.2019
Projektwebsite
http://www.mv-sachsen-anhalt.de/main.pl?lang=de&page=provenienz
Ortsbezug
Ort
Sachsen-Anhalt
Getty
,
GeoNames
Standort
Deutschland, Bernburg
Getty
,
GeoNames

Forschungsbericht und Materialien

Für den Zugang zu den Forschungsberichten ist ein sogenannter erweiterter Zugang notwendig. Dieser kann beim Zentrum beantragt werden und setzt ein „berechtigtes Interesse“ voraus. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie in der Ausführlichen Anleitung. Sollten Sie bereits über ein Nutzerkonto mit erweitertem Zugang verfügen, loggen Sie sich bitte ein.

Projektbezüge

  • Projektbezug
    Erstcheck Provenienzforschung NS-Raubgut im Museum für Stadtgeschichte Dessau, Anhaltische Gemäldegalerie, Städtisches Museum Halberstadt, Museum Burg Ummendorf Bestand Kreismuseum Oschersleben, Kreismuseum Osterburg
  • Projektbezug
    Erstcheck Provenienzforschung NS-Raubgut im Museum für Stadtgeschichte Dessau, Anhaltische Gemäldegalerie, Städtisches Museum Halberstadt, Museum Burg Ummendorf Bestand Kreismuseum Oschersleben, Kreismuseum Osterburg

Inhaltliche Bezüge

Personen/Körperschaften

  • Verweist auf
    Museum für Stadtgeschichte Dessau
  • Verweist auf
    Museum für Naturkunde und Vorgeschichte 〈Dessau-Roßlau〉
  • Verweist auf
    Heimatmuseum Zörbig
  • Verweist auf
    Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
  • Verweist auf
    Stadt Zörbig (Historisches Stadtarchiv)
  • Verweist auf
    Schmidt, Otto
  • Verweist auf
    Seelmann, Hans

Ereignisse

  • Verweist auf
    Bodenreform in der Provinz Sachsen

Archivalien

  • Verweist auf
    Gesamtinventar des Landesmuseums der Stadt Dessau
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Listen ehemaliger NSDAP-Mitglieder/SS-Männer
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Zusammenstellung der im Zuge der Bodenreform in dem Gemeindebezirk Zörbig [...] verteilten [...] Flächen und Gebäude mit Entnahme der Grundstücke Dörries, Ohme, Goedel, Jahn
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Personalakte: Lehrer und Küster – Otto Schmidt
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Liste der verhafteten ehem. NSDAP-Mitglieder
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Unterlagen Liegenschaften Familienschluß Gravenitz aus Quetz
  • Verweist auf
    Bestand Historisches Stadtarchiv Zörbig: Bodenreform Enteignung Zörbig Dörries Erben, Carl Ohme, Otto Jahn
  • Verweist auf
    Bestand Hausarchiv des Heimatmuseums Zörbig
  • Verweist auf
    Bestand Museumsarchiv Zörbig: Karton "Schriftwechsel u.a. 1922–41 (Museum + Verein), Schriftwechsel Museum 1945–59, Rechenschaft HMZ 1949–1959, […]"
  • Verweist auf
    Bestand Museumsarchiv Zörbig: Karton „Museum 1931–55, Teilverzeichnis auch Funde u.a."
  • Verweist auf
    Bestand Museumsarchiv Zörbig: Karton "Arbeitsberichte Museum 1950–1959 (1 x 1948)"
  • Verweist auf
    Bestand Museumsarchiv Zörbig: Protokollbücher des Heimatvereins Zörbig (Museumsverein)

Schlagworte

  • Museum
  • Suche
    • Erweiterte Suche
    • Lost Art-Datenbank
    • Themen
  • Über Proveana
    • Grundlagen von Proveana
    • Leitlinien von Proveana
    • Kontakt
  • Hilfe
    • Erste Schritte
    • Ausführliche Anleitung
    • Grundlagendokumente
    • Recherchemöglichkeiten
    • FAQ
    • Glossar
  • Informationen und Hinweise
    • Impressum
    • Rechtliche Hinweise
    • Datenschutz
    • Nutzungsbedingungen
    • Erklärung zur Barrierefreiheit
    • Barriere melden
Gefördert durch:
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien