Sammlung Anna und Fritz Unger
Grunddaten
Die Sammlung Anna und Fritz Unger basierte auf Teilen der Sammlung Gustav Arens, da Anna Unger die Hälfte der Sammlung ihres Vaters geerbt hatte. Sie enthielt demnach eine ausgezeichnete Auswahl an italienischen und niederländischen Altmeisterwerken. (Lillie, S. 86-107, p. 86-107.)
Sammlungsgeschichte
Anna Unger erbte die Hälfte der Sammlung ihres Vaters Gustav Arens.
Nach der Flucht der Familie Unger sollten gegen ein Lösegeld von 100.000 Franken das gesamte Wohnungsmobiliar und die in der Wohnung befindliche Kunstsammlung auf behördliche Weisung vom Spediteur Dr. Franz Reitter verpackt werden. Die Zentrale für Denkmalschutz sperrte zwei Gemälde für die Ausfuhr.
Akten zur Ausfuhrabfertigung sollen nach Informationen des Hauptzollamtes 1945 verbrannt sein.
Fritz Unger versuchte für seine Familie eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen. Die französischen Behörden willigten der Bearbeitung aber nur unter gewissen Bedingungen ein. Drei Gemälde wurden aus dem Zolldepot dem Louvre übergeben. Zwei Werke wurden als Schenkung im Namen Ungers übergeben und das weitere im Namen Otto Anningers. Am Ende hat das Ehepaar die Papiere für ihre Aufenthaltserlaubnis nie gesehen und die Werke befinden sich immer noch im Louvre.
Der Speditionslift, der in Paris zurückgehalten wurde, wurde im öffentlichen Zollspeicher der Chambre de Commerce de Paris in Pantin von der deutschen Besatzung beschlagnahmt und in den Osten transportiert. Die Mehrzahl der Werke konnte nach dem Krieg durch die Bemühungen der Commission de la Récupération Artistique in Paris unter den Beständen des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg ausgeforscht und den Eigentümern restituiert werden.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Sammlungsbesitzer
- Sammlungsbesitzer
Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in(S. 86-107.)