Sammlung Marianne Singer
Grunddaten
Der Ursprung der Sammlung Singer lag in der bemerkenswerten Sammlung ihres Adoptivvaters Oscar Kolm. Sie enthielt an die 300 Bilder und Miniaturen verschiedener Alt-Wiener und neuerer Meister, darunter Karl Agricola, Jakob und Rudolf von Alt, Friedrich Amerling, Hans Canon und Anselm Feuerbach. (Lillie, S. 1233-1235, p. 1233-1235.)
Sammlungsgeschichte
Nach dem Tod von Sofie Kolm wurden Teile der Sammlung und der Einrichtung der elterlichen Wohnung beim Auktionshaus S. Kende zur Versteigerung eingebracht. Große Teile der Sammlung kamen jedoch nicht zur Auktion, sondern wurden vermutlich zwischen den beiden Töchtern aufgeteilt.
Marianne Singer stellte einen Antrag zur Ausfuhr der Sammlung.
Es wurden Werke von Dr. Josef Zykan für die sog. „Reichsliste“ vorgemerkt und vom Wiener Magistrat beschlagnahmt. Später wurden sie in die Verwahrung der Zentralstelle für Denkmalschutz übergeben, wo sie inventarisiert und fotografiert wurden.
Marianne Singer musste aufgrund ihrer Flucht ein Werk aus der Sammlung an Fritz Lederer übergeben. Dieser musste das Werk jedoch zwangsweise veräußern. Das Gemälde wurde an Marianne Singer restituiert und von ihr ausgeführt.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Sammlungsbesitzer
- Verweist auf(Die für die Ausfuhr gesperrten und für die sognannte Reichsliste vorgesehenen Gemälde aus der Sammlung wurden nach ihrer Beschlagnahme in die Verwahrung der Zentralstelle für Denkmalschutz übergeben, wo sie inventarisiert und fotografiert wurden.)
- Verweist auf(Gemälde der Künstler Danhauser und Waldmüller aus der Sammlung wurden für das „Führermuseum“ vorgemerkt und befanden sich zu Kriegsende im Depot Alt Aussee.)
- Verweist auf(Ein Werk aus der Sammlung gelangte in die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum (heute Universalmuseum Joanneum) in Graz.)
Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in(S. 1233-1235.)