Sammlung Olga und Paul Reyersbach
Grunddaten
Die Oldenburger Eheleute Olga und Paul Reyersbach bauten eine private Kunstsammlung auf. Zum Konvolut zählten mindestens elf Gemälde, einige Reproduktionen und diverse Grafiken. Nach dem Tod von Paul Reyersbach 1934 und der Enteignung des Wohnhauses 1936 wurde die Kunstsammlung von der Gestapo beschlagnahmt und 1943 zur vorübergehenden Verwahrung dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg übergeben. Von den Sammlungsobjekten fehlt heute im Landesmuseum jede Spur. (Kenzler 2017: S. 72-73)
Sammlungsgeschichte
Die Oldenburger Eheleute Olga und Paul Reyersbach engagierten sich in der "Vereinigung für junge Kunst" (Gründung 1922, Selbstauflösung 1933), aus deren Ausstellungen sie regelmäßig Kunstwerke erwarben und sich so eine private Kunstsammlung, bestehend aus elf Gemälden, einigen Reproduktionen und diversen Grafiken, aufbauten.
Nach dem Tod von Paul Reyersbach 1934 und der Enteignung des Wohnhauses 1936 wurde die Kunstsammlung von der Gestapo beschlagnahmt.
Am 08.07.1943 wurde die Sammlung dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zur vorübergehenden Verwahrung übergeben. Direktor Walter Müller-Wulckow schätzte den Wert der Sammlung zu diesem Zeitpunkt auf 6.430 RM.
Im September 1943 bot Müller-Wulckow dem Antiquar Hillrich Fokken Baumann sechs Gemälde und zwei Mappenwerke aus der Sammlung Reyersbach an.
Im März 1944 beantragte Müller-Wulckow beim Oberfinanzpräsidenten Weser-Ems in Bremen den Ankauf von fünf Gemälden für die Sammlung des Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. Tatsächlich vermittelte er wohl die Werke weiter an den Oldenburger Weinhändler Theodor Wille, der 2.900 RM für diese zahlte.
Im September 1944 überwies das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg 3.530 RM an den Oberfinanzpräsidenten Weser-Ems in Bremen. Laut Müller-Wulckow sollten die zur Aufbewahrung übergebenen Kunstwerke der Sammlung Reyersbach dadurch in den Besitz des Museums übergehen. Allerdings ist weder der Eingang dieser Werke im Inventar des Museums verzeichnet noch finden sich Werke im Museumsbestand.
Beziehungen
Personen/Körperschaften
- Besitzer, Eigentümer
- Besitzer, Eigentümer
- Verweist auf(1943 erhielt das Oldenburger Landesmuseum die 1936 beschlagnahmte Sammlung Reyersbach zur vorübergehenden Verwahrung.)Weitere InformationsquelleWebseite Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg - Landhaus am Sommerabend06.08.2025
- Verweist auf(Teile der Sammlung wurden nach 1936 privat verkauft, u.a. an den Museumsdirektor Walter Müller-Wulckow. Dieser schenkte im November 1944 dem Landesmuseum ein aus der Sammlung Reyersbach stammendes Gemälde (Carl Albrecht, Landhaus am Sommerabend, um 1900). Der Rest gilt als verschollen.)Weitere InformationsquelleWebseite Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg - Landhaus am Sommerabend06.08.2025
- Verweist auf(Im März 1944 beantragte der Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg Walter Müller-Wulckow beim Oberfinanzpräsidenten Weser-Ems in Bremen den Ankauf von fünf Gemälden aus der Sammlung Reyersbach. Tatsächlich vermittelte er wohl die Werke weiter an den Oldenburger Weinhändler Theodor Wille, der 2.900 RM für diese zahlte.)
Weitere Informationen und Quellen
Literatur & digitale Angebote
- Wird angeführt in