Sammlung Anton Redlich
Basic Information
Die Sammlung Redlich zeichnete sich durch die islamischen Fayencen aus. Außerdem enthielt sie eine persische Sammlung, Porzellane sowie Gemälde. (Lillie, S. 927-931)
Collection history
Teile der Sammlung Redlich wurden im österreichischen Pavillon bei der Pariser Weltausstellung gezeigt und nach Wien rücküberstellt.
Im Zuge der Vermögensanmeldung meldete Redlich auf Grundlage eines Gutachtens von Schätzmeister Ferdinand Kraty Kunst- und Einrichtungsgegenstände im Schätzwert von insgesamt 39.000 Reichsmark an.
Anton Redlich stellte das Ansuchen um Ausfuhrgenehmigung seiner Porzellansammlung. Die Ausfuhr von islamischen Kunstgegenständen stellte kein Problem dar, jedoch ließ die Zentralstelle für Denkmalschutz nach Rücksprache mit dem Kunstgewerbemuseum kostbares Wiener Porzellan sperren.
"Sicherstellung" von 26 Gegenständen, die Redlich an die Spedition Dr. Franz Reitter übergeben hatte, durch die Magistratsabteilung 2 aufgrund der Gefahr einer Verbringung ins Ausland.
Die Porzellane wurden in Verwahrung der Zentralstelle für Denkmalschutz genommen und teils in deren Depot, teils im Zentraldepot für die beschlagnahmten jüdischen Kunstsammlungen in der Neuen Burg geborgen. Dr. Egon Walter, bestellter Treuhänder, stellte einen Antrag auf „Sicherstellung der Kunstobjekte“. Hans Posse stimmte dem Antrag zu und die Werke wurden dem Kunstgewerbemuseum in Wien (heute Österreichisches Museum für Angewandte Kunst) übergeben.
Das Metropolitan Museum erwarb Kunstwerke, die Anton Redlich in die USA überführen konnte.
Im Jahr 1947 kam es zwischen dem Anwalt Anton Redlichs und dem MAK zu einem Vergleich, der festlegte, dass Anton Redlich einen Betrag von öS 11.670 anstelle der Rückerstattung des Kaufpreises von RM 11.670 an das Museum zu überweisen habe und dass sieben Objekte dem Museum als Widmungen verblieben.
Die sieben als Widmung verbliebenen Objekte im damaligen Kunstgewerbemuseum sind 2001 restituiert worden.
Network
Person/Corporate bodies
- Sammlungsbesitzer
- Verweist auf(Hans Posse stimmte einem Antrag zur "Sicherstellung" einiger Werke der Sammlung zu. Der Antrag wurde vom Treuhänder Egon Walter gestell und die Werke gelangten in das Kunstgewerbemuseum Wien.)
- Verweist auf(Im Februar 1939 teilte das damalige Kunstgewerbemuseum der Vermögensverkehrsstelle seine Absicht mit, Objekte aus der Sammlung Redlich zu erwerben. Im August 1940 kaufte das Museum Objekte der Porzellansammlung um 11.670 RM.)Weitere InformationsquelleWebseite mak.at - Sammlungen08.01.2026
References
Literatur & digital content
- Wird angeführt in(p. 926-931.)
- Wird angeführt in