Sammlung Irene und Paul Hellmann
Basic Information
Das jüdische Industriellenehepaar Hellmann förderte die Wiener Kunstszene und besaß eine größere Sammlung, darunter zahlreiche Gemälde, Grafiken und Zeichnungen, Skulpturen, Keramik, Möbel und Teppiche und Musikinstrumente.
Collection history
Das Industriellenehepaar Hellmann, das bis zum Ersten Weltkrieg zu den reichsten Familien Wiens, gehörte, hatte sich eine Kunstsammlung aufgebaut, welche sich in ihrer Wohnung in der Wiener Günthergasse 1 befand. In den 1920er und 1930er Jahren war das Paar aus finanziellen Gründen gezwungen, Teile seiner Sammlung zu veräußern, u.a. mehrere Gemälde und Musikinstrumente.
Aus der Gemäldesammlung des Bruders von Irene Hellmann, Fritz Redlich, gelangten als Schenkung mehrere Objekte in die Sammlung, darunter das Ölbild (Ferdinand Georg Waldmüller, Rudolf Wenzel Markowsky, 1840).
Das Ehepaar Hellmann steuerte aus ihrer Sammlung für die 20. Ausstellung der Neuen Galerie Wien das Ölgemälde (Ferdinand Georg Waldmüller, Rudolf Wenzel Markowsky (Bildnis des Grafen Colloredo-Mannsfeld), 1840), bei. Die Ausstellung mit dem Titel "Ferdinand Georg Waldmüller und Handzeichnungen von M. J. Schmidt (Kremserschmidt)" wurde am 21.11.1925 eröffnet. Am 21.12.1925 erhielten die Hellmanns das Gemälde mit Beschädigungen zurück.
Am 16. November 1926 beglaubigte das Ehepaar notariell, dass sich alle in einem Verzeichnis festgehaltenen Einrichtungsgegenstände, Kunstwerke und Bücher im ausschließlichen Eigentum von Irene Hellmann befinden.
Das Ehepaar Hellmann steuerte aus ihrer Sammlung für eine Waldmüller-Ausstellung das Ölgemälde (Ferdinand Georg Waldmüller, Rudolf Wenzel Markowsky ("Bildnis des Grafen Colloredo-Mannsfeld), 1840) bei.
Im August 1938 stellte Paul Hellmann bei der Zentralstelle für Denkmalschutz (Bundesdenkmalamt) einen Ausfuhrantrag von Übersiedlungsgut nach Holland. Die erhaltene Liste enthält u.a. 11 Ölbilder, 7 Grafiken, 5 Aquarelle, 3 Büsten, 14 Teppiche sowie weitere Objekte. Abgesehen von einem Aquarell von Rudolf Alt ("Alt Aussee") wurde die Ausfuhr gebührenfrei genehmigt, da es sich um privates Umzugsgut handelte. Im April 1939 scheinen die Objekte Wien verlassen zu haben.
Network
Personen/Körperschaften
- Sammlungsbesitzer31.01.2021
- Sammlungsbesitzer31.01.2021
- Geschäftsbeziehung(Zwischen 1925 und 1937 erwarb Otto Kallir-Nirenstein das Bild (Gustav Klimt, Insel im Attersee) aus der Sammlung.)31.01.2021
Ereignisse
- Einlieferer(Irene Hellmann gab 1932 das Ölgemälde (Gustav Klimt, Der Blinde) in die Auktion des Buch- und Kunstantiquariats. Ob es zu einem Verkauf kam, ist unbekannt.)31.01.2021
References
Forschungsprojekte
Archivalien
- Wird angeführt in(Beglaubigung, dass sich sämtliche Einrichtungsgegenstände, Kunstwerke und Bücher im ausschließlichen Eigentum von Irene Hellmann befinden.)31.01.2021