Sammlung Robert Pollak
Basic Information
Die Sammlung Pollak beinhaltete Werke von Pettenkofen, Isidor Kaufmann, P. Fendi, Rudolf von Alt und Bronzen, Uhren, sowie Kunstgewerbe. (Lillie, S. 885-889)
Collection history
Die Sammlung Robert Pollak wurde für die öffentliche Besichtigung zugänglich gemacht.
Im Mai 1934 wurde die Sammlung für Versicherungszwecke vom Schätzmeister Prof. E. Schaffran begutachtet und ein Schätzprotokoll erstellt.
Über die Spedition Gebrüder Weiss stellte Pollak am 22. März 1939 bei der Zentralstelle für Denkmalschutz ein Ansuchen um Ausfuhrbewilligung für unter anderem „44 Ölgemälde, 8 Aquarelle, 2 Tempera, 22 Graphiken und Zeichnungen“, die bei der Spedition eingelagert waren. Als Bestimmungsort wurde England angegeben.
Im Zuge eines Ausfuhrantrages wurden einige Werke vorerst von Otto Demus für die Ausfuhr gesperrt. Andere Objekte wurden "sichergestellt" und in die Verwahrung der Zentralstelle für Denkmalschutz übernommen. In der Folge sind einige der Werke über den Architekten Rudolf Bredl an verschiedene öffentliche Sammlungen verkauft worden.
Mehrere Werke aus der Sammlung wurden von verschiedenen Akteuren beansprucht, darunter Hans Posse und die Städtischen Sammlungen.
Die zur Ausfuhr freigegebenen Gegenstände wurden als Übersiedlungsgut zur Überstellung ins Ausland verpackt, von der Spedition jedoch nicht abgefertigt. Mittels Verordnung der Aberkennung der so genannten Protektoratsangehörigkeit wurde das Ehepaar Pollak 1941 ausgebürgert, ihr Vermögen beschlagnahmt und zugunsten des Deutsches Reiches für verfallen erklärt.
Der 1941 zum Vermögensverwalter bestellte Notar Dr. Karl Schreiber veranlasste die Freigabe des Restbestand der Sammlung, für den kein öffentliches Interesse bestand, für den freihändigen Verkauf. Er wurde über die VUGESTA unter der Konsignations-Nr. 2815 "verwertet".
18 Werke, die aus dem Salzbergwerk Altaussee geborgen wurden, restituierte man an Adele Pollak. Davon waren jedoch Werke zur Ausfuhr gesperrt.
Network
Person/Corporate bodies
- Sammlungsbesitzer
- Sammlungsbesitzer
- Verkäufer(Rudolf Bredl veräußerte unter Aufsicht der Zentralstelle für Denkmalschutz einzelne der "sichergestellten" Bilder der Sammlung Robert Pollak. Die Erlöse sind Robert Pollak nicht zugekommen, sondern wurden auf einem Sperrkonto beim Bankhaus Fried & Thiemann Wien hinterlegt.)Weitere InformationsquelleDossier MMag. Dr. Michael Wladika: Dossier Gustav Klimt, Studienkopf einer Hannakin (Leopold Museum)23.01.2026
- Verweist auf(Otto Demus sperrte vorerst elf Bilder der Sammlung für die Ausfuhr. (1939))
- Verweist auf(Über das Wiener Dorotheum wurden Werke aus der Sammlung versteigert.)
- Verweist auf(Das Gemälde (Gustav Klimt, Hannakin) ging an das Landesmuseum Joanneum in Graz (heute Universalmuseum Joanneum Graz).)
- Verweist auf(Ein Bild aus der Sammlung gelangte in das Oberösterreichische Landesmuseum in Linz. Es soll jedoch infolge von Kriegseinwirkungen am Bergungsort Stift Altenburg verloren gegangen sein.)
- Verweist auf(Die Österreichische Galerie erwarb ein Werk aus der Sammlung.)
- Verweist auf(Das Aquarell (Inneres der Franziskanerkirche in Salzburg) aus der "sichergestellten" Sammlung Robert Pollak gelangte in das Städtische Museum Carolino-Augusteum (heute Salzburg Museum).)
- Verweist auf(Hans Posse beanspruchte für das geplante "Führermuseum" die Bilder (Lampi, Damenportrait) und (Ebyl, Liebespaar in Alpenlandschaft).)
- Verweist aufTiroler Landesmuseum Ferdinandeum(Das Gemälde (Rudolf von Alt, Inneres der Hofkirche zu Innsbruck) aus der "sichergestellten" Sammlung Robert Pollak gelangte über das Dorotheum in das Tiroler Landesmuseum. (1941))
References
Literatur & digital content
- Wird angeführt in(p. 884-889.)