Sammlungen S. D. des Fürsten zu Stolberg-Wernigerode
Basic Information
Die Sammlungen des Fürsten zu Stolberg-Wernigerode umfassten Gebrauchs- und Kunstgegenstände, wie persönliche Habe, Möbel, Uhren, Teppiche, Gemälde und Rahmen, Aquarelle, Pastelle, Zeichnungen, Stiche, Karten, Fotografien, Petschaften, Siegel, Porzellan, Glas, Fayencen, Steingut, Golde, Silber, Zinn, Münzen, Schmuck, Waffen, Rüstungen, Trophäen, Archive, Bibliotheken, Kutschen, Schlitten, Geschirre, Automobile, Eisenkunstguss, Ofenplatten, Sachen aus Eisen und Bronze, wie Skulpturen, Abgüsse, auch Formen aus Holz oder Gipsmodelle, sakrale Gegenstände, Leuchter, Elfenbeinschnitzereien, Musikinstrumente, Textilien, Archäologische Objekte, Naturalien wie Muscheln, Mineralien, Fossilien, Eier, Insekten etc., Herbarien, Kuriositäten usw. (Quelle: Dossier Stolberg-Wernigerode)
Collection history
Mit Erlass der Verordnung zur Durchführung der Bodenreform in der SBZ wurde 1945 das gesamte in der Provinz Sachsen gelegene Vermögen des Hauses Stolberg-Wernigerode entschädigungslos enteignet.
Am 19. April 1946 wurden von der Trophäenkommission der Roten Armee große Sammlungsteile (darunter vor allem Bibliotheksgut) in die Sowjetunion verbracht.
Das Schloss Wernigerode diente als Sammellager für beschlagnahmtes Bodenreformgut. Ab 1950 wurden dort - neben dem bereits vorhandenen Schlossinventar aus dem Besitz der Fürsten zu Stolberg-Wernigerode - Kunstgegenstände aus Bodenreform-Bergungsorten deponiert.
Seit der Wende und der Wiedervereinigung Deutschlands sind im Zuge des 1994 in Kraft getretenen Entschädigungs- und Ausgleichsleistungsgesetzes (EALG) ein großer Teil der Bestände der Stolberg-Wernigerodeschen Bibliothek sowie weitere Objekte, wie Gemälde, Porzellan, Möbel, Silber und dergleichen mehr, die in der ehemaligen DDR überdauert haben, restituiert und am heutigen Standort der Bibliothek in Luisenlust aufgestellt.
Die Staatsbibliothek zu Berlin hat 23 Bände aus der Fürstlich-Stolberg-Wernigerödischen Bibliothek an Fürst Philipp zu Stolberg-Wernigerode zurückgegeben. Bei den Ende Dezember 2025 übergebenen Drucken handelt es sich um drei Schriften des 16. Jahrhunderts, 17 Bände des 18. Jahrhunderts sowie vier Bände des 19. Jahrhunderts. Das inhaltliche Spektrum reicht von kirchengeschichtlichen Werken über neuere deutsche Literatur bis hin zu Schriften über den Harz und sogenannten Wernigerodana.
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Personen/Körperschaften
- Sammlungsbesitzer(Botho Fürst zu Stolberg-Wernigerode als Eigentümer des Schlosses Wernigerode wurde 1945 durch die Bodenreform enteignet.)Weitere InformationsquelleWikipedia02.06.2025
- Sammlungsverwalter(Die Moritzburg in Halle (Saale) wurde als zentrales Depot für das durch die Bodenreform enteignete Kunst- und Kulturgut genutzt, auch für Kunstgegenstände aus den Sammlungen des Fürsten zu Stolberg-Wernigerode. Bis zum 1. August 1966 gab sie mindestens 123 Bodenreform-Bilder zwecks Devisenerwirtschaftung vor allem an die Antiquitätenabteilung des „VEB Moderne Kunst“ in Ostberlin „zum Verkauf in Kommission“, darunter auch welche aus den Schlössern Stolberg und Wernigerode.)Literaturangabe1999
Ereignisse
- Betroffener(Der Verlust der Sammlungen geht auf die Umsetzung der Bodenreform in der SBZ zurück.)Weitere InformationsquelleDossier Stolberg-Wernigerode26.05.2025
References
Forschungsprojekte
Archivalien
Literatur & digitale Angebote
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