Jüdisch-Theologisches Seminar (Fraenckel'sche Stiftung). Bibliothek
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In den Novemberpogromen im Jahr 1938 waren Seminar und Bibliothek von Verwüstung und Zerstörung betroffen. Es ist anzunehmen, dass ein Teil des Bibliotheksbestandes vernichtet wurde.
Am 10. November 1938 wurde die Geheime Staatspolizei durch Erlass des Chefs der Sicherheitspolizei angewiesen, „in allen Synagogen und Geschäftsräumen der Jüdischen Kultusgemeinden das vorhandene Archivmaterial zu beschlagnahmen und an die SD-Dienststellen abzugeben“. Dieser Befehl schloss jüdische Bibliotheken ein, darunter 28.000 Bände aus dem Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau. Obwohl das Kuratorium des Breslauer Seminars noch Anfang 1939 versuchte, die Beschlagnahme zu verhindern, konnte diese nicht abgewendet werden. Im März 1939 sichtete die Gauleitung Schlesien die Bibliothek und im Juli 1939 erfolgte der Abtransport des Bibliotheksbestandes nach Berlin.
Diese Bibliothek umfasste ursprünglich ca. 30.000 Bände, nach dem 2. Weltkrieg wurden rund 11.000 Bände aus dem Depot der Jewish Cultural Reconstruction in Wiesbaden an Bibliotheken in den USA, Israel und der Schweiz verteilt; Rechtsnachfolger des Seminars ist jedoch die Jüdische Kultusgemeinde Wroclaw.
Die Zentral- und Landesbibliothek übergab 2017 24 Bände an die Fundacja Ochrony Dziedzictwa Żydowskiego [Stiftung für den Erhalt des Jüdischen Erbes in Polen, FODŻ].
Die Zentral- und Landesbibliothek übergab 2017 gemeinsam mit dem Centrum Judaicum 24 Bände an die Fundacja Ochrony Dziedzictwa Żydowskiego [Stiftung für den Erhalt des Jüdischen Erbes in Polen, FODŻ].
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- Verweist aufDas Centrum Judaicum übergab 2017 gemeinsam mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin 24 Bände an die Fundacja Ochrony Dziedzictwa Żydowskiego [Stiftung für den Erhalt des Jüdischen Erbes in Polen, FODŻ].März 2017
- Verweist aufNeben den aus dem Depot des ehemaligen Deutschen Auslandswissenschaftlichen Institut (Berlin) übernommenen Bänden gelangten einzelne weitere Bände über Antiquariatskäufe – z.B. in den 1990er Jahren - in den Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin.Weitere InformationsquelleProvenienzWiki07.08.2025