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Anton Ackermann trat 1919 der kommunistischen Freien Sozialistischen Jugend (FSJ) bei. Auf örtlicher und regionaler Ebene war Ackermann Funktionär des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands, des Textilarbeiterverbandes und des Roten Frontkämpferbundes. 1926 trat er in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein und war Leiter des Bezirks Erzgebirge (Vogtland) sowie Abgeordneter im Thalheimer Stadtparlament. Von 1929 bis 1931 besuchte er die Internationale Lenin-Schule in Moskau, deren Aspirant (wissenschaftliche Nachwuchskraft) er bis 1933 war. Zeitweise war er in der Deutschland-Abteilung des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationalen tätig. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er von Oktober 1933 bis Juli 1935 Politischer Leiter der illegalen KPD-Bezirksleitung Berlin. Auf der als "Brüsseler Konferenz" getarnten Parteikonferenz der KPD 1935 in Moskau wurde Ackermann Mitglied des Zentralkomitees und Kandidat des Politbüros.
Auf dem Vereinigungsparteitag von SPD und KPD zur SED 1946 wurde Ackermann in den Parteivorstand und das Zentralsekretariat der SED gewählt. Er verfasste die "Grundsätze und Ziele der SED". Von 1946 bis 1950 war er Abgeordneter des Sächsischen Landtags. 1949 wurde er Kandidat des Politbüros des Zentralkomitees der SED. Von 1950 bis 1954 war er Abgeordneter der Volkskammer und von 1949 bis 1953 im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR als Staatssekretär tätig sowie von 1951 bis 1952 gleichzeitig Leiter des als Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung bezeichneten Auslandsnachrichtendienstes der DDR.
1953 wurde Anton Ackermann Direktor des Marx-Engels-Lenin-Stalin-Instituts (wenig später als Institut für Marxismus-Leninismus weitergeführt).
Wegen der Verbindungen zur "parteifeindlichen Fraktion“ (Unterstützung von Rudolf Herrnstadt und Wilhelm Zaisser beim Sturz von Walter Ulbricht) erfolgte 1954, nach dem misslungenen Umsturzversuch, die Degradierung und Amtsenthebung aller Mitwirkenden durch die DDR-Führung. Für Ackermann bedeutete das die Abberufung als Direktor des Institutd für Marxismus-Leninismus, die Enthebung von seinen Tätigkeiten im Außenministerium, den Ausschluss aus dem Zentralkomitee der SED und eine "strenge Rüge".1956 wurde Ackermann vom SED-Regime rehabilitiert.
Von 1954 bis 1958 leitete Ackermann die Hauptverwaltung Film im Ministerium für Kultur, danach war er seit 1958 Abteilungsleiter und ab 1960 bis zu seiner Invalidisierung 1961 stellvertretender Vorsitzender für Kultur und Bildung in der Staatlichen Plankommission.
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- Mitglied1926 tritt Anton Ackermann in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) ein und ist Leiter des Bezirks Erzgebirge (Vogtland) sowie Abgeordneter im Thalheimer Stadtparlament.Further sourceDatenbank | LeMO - online03.09.2025
- MitgliedAnton Ackermann war ab 1946 Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).Further sourceDatenbank | LeMO - online03.09.2025
- Relates to1949 wurde Anton Ackermann Kandidat des Politbüros des Zentralkomitees der SED.Further sourceWikipedia03.09.2025
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