Fritze, Ernst Albert
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Biographical details
Besuch des Pädagogiums und der Hohen Schule in Herborn. Studium der Medizin in Göttingen ab 1812 bei Johann Friedrich Blumenbach und ab April 1814 in Marburg.
Unterbrechung des Studiums auf Grund der Befreiungskriege gegen Napoleon. Ab 1814 Hilfsarzt in der Herzoglich Nassauischen Armee. Teilnahme am Kampf gegen Frankreich im V. Deutschen Armee Korps. Bestätigung als ‚Chirurgijn major‘ 2. Klasse. Beteiligter an der Schlacht bei Waterloo 1815 in der zweiten Division der Königlichen Niederländischen Landmacht. Wechsel zur niederländischen Marine 1817. Dienstantritt als Schiffsarzt an Bord der niederländischen Fregatte Wilhelmina. Am 1.09.1817 erreichte Fritze auf der Wilhelmina die Ansiedlung Batavia Niederländisch-Indien. Beteiligung an der erfolglosen ersten Palembangschen Expedition. Schiffsarzt bis 1821. Versetzung von der Marine in die Landmacht. Bereits während seiner Zeit auf der Wilhelmina arbeitete Ernst Albert Fritze mitunter an der Ostküste Sumatras, da dort die Kranken und Verwundeten von den Schiffen versorgt wurden. Ab 1821 Direktor des Hospitals und als Chef des Gesundheitswesens der Insel.
Am 25. Januar 1825 wurde Ernst Albert Fritze dirigierender Offizier der Gesundheit in Semarang, trat die Stelle jedoch nicht an, da er bei der Durchreise durch die Abteilung Batavia die Stelle des stellvertretenden Stabsarztes als erster Arzt im Militärhospital sowie die Verwaltung des gesamten Medizinalwesens übernahm. Stationierung in Surabaya. Versetzung nach Batavia am 27. April 1827 und Übernahme des Postens des ersten Arztes im Militärhospital in Batavia. Zudem führte er eine Praxis in Batavia.
Ab dem 4. Dezember 1830 erhielt er als dirigierender Offizier der Gesundheit der 1. Klasse den Rang eines Oberstleutnants.
Ernst Albert Fritze engagierte sich in mehreren Funktionen für das gesellschaftliche Leben in Batavia. Er war Mitglied des Römisch-Katholischen Kirchenrates, Präsident des Aufsichtsgremiums des 1832 gegründeten Waisenhauses von Parapattan und ab 1836 Mit-Direktor des militärischen Witwen- und Waisenfonds. Am 1. April 1837 Ernennung zum Vorsitzenden der Hauptkommission für Bildung.
Mitglied der Bataviaasch Genootschap van Kunsten en Wetenschappen ab 1825. Ab 1836 Inhaber der Funktion des Sekretärs und damit Übernahme der Leitung des im gleichen Jahr gegründeten Naturhistorischen Museums der Bataviaasch Genootschap. Er schenkte dem Museum zahlreiche Objekte.
Ernst Albert Fritze war Ehrenmitglied des Nassauischen Vereins für Naturkunde und belieferte diesen spätestens ab 1833 mit zahlreichen naturkundlichen Objekten. Neben Vögeln, Insekten und ethnografischen Gegenständen sendete Ernst Albert Fritze dem Verein eine Sammlung menschlicher Schädel, welche dem Studium der Bevölkerungsgruppen aus dem malaiischen Archipel dienen sollte.
Chef des ‚Geneeskundige Dienst‘ ab 09.05.1836. Aufgabe seiner Praxis in Batavia. Durchführung von zwei Inspektionsreisen: Vom 11. Juli bis zum 23. August 1837 bereiste er West-Java und vom 12. April bis zum 15. August 1838 Mittel- und Ost-Java. Begleitet wurde er durch Franz Wilhelm Junghuhn, der als Arzt im Militärhospital in Batavia und in Semarang tätig gewesen war. Durchführung von geologischen und geografischen Studien, während sein Begleiter Franz Wilhelm Junghuhn sich der Botanik, dem Aufschreiben und Zeichnen widmete. Die auf der Reise gesammelten Objekte wurden dem Museum der Bataviaasche Genootschap zugeführt.
Wahl in die Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinische Akademie der Naturforscher.
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Personen/Körperschaften
- BekanntschaftErnst Albert Fritze war der Lehrer von Franz Wilhelm Junghuhn. Sie unternahmen auch gemeinsam Reisen, u.a. zwei Inspektionsreisen, die Fritze als Chef des ‚Geneeskundige Dienst‘ durchführen musste: Vom 11. Juli bis zum 23. August 1837 Reise durch West-Java und vom 12. April bis zum 15. August 1838 durch Mittel- und Ost-Java. Auf diesen Reisen wurden Objekte gesammelt. Ernst Albert Fritze förderte Franz Wilhelm Junghuhns Naturstudien, die sich später in zahlreichen Veröffentlichungen niederschlugen. Er übernahm, in seiner Funktion als Sekretär der Bataviaase Genootschap, die Kosten für Lithografien von Zeichnungen von Junghuhn und setzte sich bezüglich dieser bei Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck für Junghuhn ein.14.12.2023
References
Forschungsprojekte
Archivalien
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