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Biographical details
Der französische Kunsthändler Maurice Gobin erwarb das Werk (Henri de Toulouse-Lautrec, La loge de balcon, 1892) vor 1931 und stellte es 1936 in der Galerie Bernheim-Jeune aus.
Während des Kriegs setzte Gobin seine Geschäftstätigkeit fort und verkaufte während der Besatzungszeit unter anderem an deutsche Kunden, einschließlich Museen.
Gobin durfte während der Besatzungszeit fünf Kisten und zwei Kartons im Schloss von Sourches (Depot nahe Le Mans, u. a. mit Beständen des Louvre) verwahren. Der Inhalt blieb unbekannt, da die Objekte in den Inventaren nur als Sammelpositionen geführt wurden. Am 20.10.1945 bestätigte Gobin den vollständigen Rückerhalt.
Gobin pflegte ein enges Verhältnis mit dem Louvre und vermachte dem Museum mehrerer Werke.
Nach Lugt gib es zwei Marken (L.1124a und L.1124b) auf den Zeichnungen und Drucken, die Gobin sich für seine persönliche Sammlung vorbehalten hatte. Sie sind in der Regel auf der Vorderseite angebracht.
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Personen/Körperschaften
- GeschäftsbeziehungYves Busser verkaufte Kunstwerke, vermutlich direkt an Gobin.Busser, Yves09.06.2017
- GeschäftsbeziehungGalerie Bernheim-Jeune (Paris)09.06.2017
- Verweist aufJacques Jaujard, Direktor der Musées Nationaux, setzte sich persönlich bei Franz Wolff-Metternich, Leiter des deutschen Kunstschutzes, für Gobin ein und übersandte eine Bescheinigung, die bestätigte, dass Gobin nicht jüdisch war.Jaujard, Jacques09.06.2017