Günther, Hans F. K.
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Studium der neueren Sprachen in Freiburg und Paris.
Promotion bei Alfred Götze mit einer Arbeit „Über die Quellenherkunft des Volksbuches von Fortunatus und seinen Söhnen“.
Anschließend meldete sich Hans Günther als Kriegsfreiwilliger, wurde aber nach kurzer Zeit aufgrund von Gelenkrheumatismus aus dem Dienst entlassen. Daraufhin arbeitete er bis Januar 1919 für das Rote Kreuz.
Nach dem Krieg begann Hans Günther eine Tätigkeit in den Museen für Tierkunde und Völkerkunde Dresden bei Bernhard Struck und arbeitete dort an seinem Buch über die „Rassenkunde des Deutschen Volkes“, in dem auch vier Karten von Struck erschienen.
Übersiedlung nach Breslau aus finanziellen Gründen im Herbst 1922. Im Frühjahr 1923 ging er nach Norwegen. Ab 1924 hielt er Vorträge an der Universität in Uppsala und übersiedelte nach Schweden. In den folgenden Jahren musste er aus finanziellen Gründen zwischen Skandinavien und Deutschland pendeln, ehe er Anfang 1930 eine Anstellung als Hilfslehrer am Gymnasium in Dresden annahm.
In Anlehnung an das Gutachten von Alfred Ploetz erfolgte die Benennung von Hans Günther, trotz des Widerstandes der Universitätsleitung, auf den Lehrstuhl für Sozialanthropologie an die Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Mit dem Aufbau des Institutes und der Einrichtung der Sammlung begann Hans F. K. Günther ab 1930, vor allem durch die Bergung von Schädeln und Skelettresten aus einem Ossuarium in Magdala, Lkr. Weimarer Land sowie durch Schenkungen, z.B. aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik zu etablieren. Zum Zeitpunkt seines Weggangs nach Berlin 1935 umfasste der Bestand der Sammlung 110 Schädel, 3 vollständige Skelette, 76 Einzelknochen, 26 Fossilabformungen und 49 Haarproben.
Wechsel zur Universität in Freiburg, wo er bis Kriegsende Vorlesungen hielt.
Nach dem Krieg befand er sich drei Jahre in französische Kriegsgefangenschaft, wurde anschließend entnazifiziert und konnte die nächsten Jahre weiter als Publizist arbeiten.
References
Forschungsprojekte
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