Steinberg, Walter
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Walter Steinberg kam als Kaufmann und selbständiger Schneidermeister spätestens 1899 nach Bremen und wurde rasch mit seinem in diesem Jahr angemeldeten Geschäft erfolgreich. Er beschäftigte etwa 30 Angestellte und Schneider und erwarb mehrere Grundstücke in Bremen (Am Wall 170/ Ostertorwallstraße 68a, Am Wall 169, Falkenstraße 32, Bischofsnadel 12) sowie ein Hausgrundstück in Worpswede (Hembergstraße 43), wo er aktiv die dortige Künstlerszene förderte.
Da Walter Steinberg ab 1933 zunehmend Anfeindungen und Verfolgungen ausgesetzt war, die seine Geschäfte stark beeinträchtigten, verkaufte er 1938 die Schneiderei und das Gebäude Bischofsnadel 12 an die Firma Funk und Horst. 1939 verkaufte Steinberg das Grundstück Am Wall 170/ Ostertorwallstraße 68a an seine Lebensgefährtin Elisabeth Hering.
In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde Walter Steinberg verhaftet und über das Zuchthaus Oslebshausen in das KZ Sachsenhausen überstellt, von wo er nach einigen Wochen Aufenthalt zurückkehrte.
Am 10. Juli 1942 wurde Walter Steinberg brieflich die rückwirkende Beschlagnahmung seines Vermögens zum 1. März 1942 mitgeteilt. Einen Monat nach seiner Deportation in das Ghetto Theresienstadt wurde ihm auch das Worpsweder Grundstück entzogen und der Worpsweder Gemeinde übertragen.
Am 10. Juli 1942 erhielt Walter Steinberg per Brief die Ankündigung seiner Deportation, welche am 23. Juli vollzogen wurde. Im KZ Theresienstadt soll er sich am 19. August im Alter von 71 Jahren das Leben genommen haben.
Um 1953 haben Nachfahren von Walter Steinberg Rückerstattungsansprüche gestellt.
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Personen/Körperschaften
- GeschäftsbeziehungWalter Steinberg erwarb zahlreiche Gemälde von dem Worpsweder Künstler Albert Schiestl-Arding.Schiestl-Arding, AlbertLiteraturangabeWeitere Informationsquellep. 2062009
Sammlungen
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