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Proveana - Provenance Research Database - German Lost Art Foundation

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Project

Provenienzforschung zu Objekten des Open Call: Unrechtmäßige Besitzverhältnisse in Deutschland des anlässlich der documenta 14 gegründeten Rose Valland Instituts – Das Klavier des Siegfried Alkan

Projekt-ID
KU4-2019
Permanent URL
http://www.proveana.de/en/link/pro10000314
Forschungskontext
  • Cultural goods confiscated as a result of Nazi persecution

Description

Das Rose Valland Institut ist ein interdisziplinär ausgerichtetes und unabhängiges Projekt, das aus dem Beitrag der Künstlerin Maria Eichhorn zur documenta 14 hervorgegangen und seit Oktober 2018 am Käte Hamburger Kolleg “Recht als Kultur” der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn angesiedelt ist. Es recherchiert und dokumentiert die Enteignung der jüdischen Bevölkerung Europas und deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

In Folge des Open Call Unrechtmäßige Besitzverhältnisse in Deutschland unterstützt das Rose Valland Institut eine Privatperson bei der Erforschung der Provenienz eines Klaviers, das die Mutter der Person um 1982 in Saarlouis gekauft hat. Auf dem Klavier ist der Name Siegfried Alkan (1858 – 1941) eingraviert. Neben der Gravur finden sich am Objekt noch weitere Hinweise auf seine Herkunft.

Der jüdische Musikalienhändler und Komponist Siegfried Alkan lebte bis 1938 in Dillingen (Saar). Er war ein ferner Verwandter des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Während der Novemberpogrome 1938 wurde Alkans Geschäft geplündert und das Inventar größtenteils zerstört.

Das Rose Valland Institut wird mit dem Kunsthistorischen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Provenienzforscherin Dr. Katja Terlau zusammenarbeiten, um die Provenienz des Klaviers zu recherchieren und rechtmäßige Eigentümerinnen und Eigentümer aufzuspüren mit dem Ziel die Rückgabe des Klaviers in die Wege zu leiten.

Basic information

Projektkategorie
Object-related single inquiry
Beschreibung Bestand
Private collection
Funding recipient
Rose Valland Institut (Bonn)
(Cooperations between public and private institutions)
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Projektlaufzeit
01.09.2019 - 29.02.2020
Projektwebsite
http://www.rosevallandinstitut.org/
Ortsbezug
Place
North Rhine-Westphalia
Getty
,
GeoNames
Location
Germany, Bonn
Getty
,
GeoNames

Research report and other sources

For access to the research reports, a so-called “extended access” is required. This can be requested from the German Lost Art Foundation and requires a "legitimate interest". For more information, please refer to the detailed instructions. If you already have an user account with extended access, please log in.

Related content

Personen/Körperschaften

  • Verweist auf
    Alkan, Siegfried
  • Verweist auf
    Amtsgericht Köln
    (Refers to [B0120])
  • Verweist auf
    Musikalien-, Buch- und Instrumentenhandlung Siegfried Alkan

Ereignisse

  • Verweist auf
    Novemberpogrom

Materielle Gegenstände

  • Verweist auf
    Klavier

Provenienzmerkmale

  • Verweist auf
    Gravur Siegfried Alkan

Archivalien

  • Verweist auf
    Bestand AZ Entschädigungssache Robert Alkan nach Siegfried Alkan
  • Verweist auf
    Bestand StAL EL 350 I Landesamt für die Wiedergutmachung Baden-Württemberg: Einzelfallakten: Alkan, Elsa geb. Landauer
  • Verweist auf
    Bestand LEA Landesentschädigungsamt: o. T. (Geschädigter Alkan, Siegfried)
  • Verweist auf
    Bestand LG.SB Landgericht Saarbrücken

Literatur & digitale Angebote

  • Verweist auf
    Aktion 3.Welt Saar (Hg.): Gegen das Vergessen, 2012.
  • Verweist auf
    Best: 60 Jahre nach der Reichspogromnacht in Dillingen und Nalbach, 1999.
  • Verweist auf
    Best: Die Geschichte der ehemaligen Synagogen-Gemeinden Dillingen und Nalbach, 1988.
  • Verweist auf
    Dillinger Geschichtswerkstatt (Hg.): Dillingen im Zweiten Weltkrieg, 2002.
  • Verweist auf
    Germanischen Nationalmuseum Nürnberg: Galerie Heinemann online.
  • Verweist auf
    Geschichtswerkstatt Dillingen/Saar e.V. (Hg.): Der Westwall im Raum Dillingen von 1936 bis heute, 2018.
  • Verweist auf
    Greibler: Musikalisches Leben in Dillingen, o.J.
  • Verweist auf
    Handbuch des Kunstmarktes. Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich, 1926.
  • Verweist auf
    Jost: Bekannte Dillinger. Der Komponist Siegfried Alkan, 2019.
  • Verweist auf
    Kiefer (Hg.): Dillingen Saar. Fotos von Gestern und Heute, 1983.
  • Verweist auf
    Kiefer: Dillingen. Hütten- und Gartenstadt, 1996.
  • Verweist auf
    Lehnert: Bürger jüdischen Glaubens in Dillingen, 1969.
  • Verweist auf
    Lehnert: Der Judenfriedhof, 1968.
  • Verweist auf
    Meinl, Zwilling: Legalisierter Raub, 2004.
  • Verweist auf
    Michel: Piano atlas,1961.
  • Verweist auf
    Philipps-Universität Marburg, Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte: Bildarchiv Foto Marburg: Bildindex der Kunst und Architektur.
  • Verweist auf
    prometheus - digitales Bildarchiv für Kunst- und Kulturwissenschaften
  • Verweist auf
    Realschule Dillingen, Stadt Dillingen (Hg.): Straßen und Plätze in Dillingen, Pachten Diefflen, 1990.
  • Verweist auf
    RKD – Netherlands Institute for Art History: RKD Explore.
  • Verweist auf
    Stern (Hg.): Maecenas, 1927-1930.
  • Verweist auf
    Universität Heidelberg: Auktionskataloge digital
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