Friedrich-Schiller-Universität Jena. Phyletisches Museum
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Die Grundsteinlegung fand am 28.08.1907 statt. Das Gebäude wurde am 30.07.1908 an die Friedrich-Schiller-Universität Jena anlässlich des 350-jährigen Bestehend der Universität übergeben.
Herzog Carl August von Sachsen-Weimar erwarb 1779 das Walchen Naturalienkabinett. Die Bestände des Kabinetts bildeten gemeinsam mit Stücken der Herzoglichen Kunstkammer den Grundstock für das im Jenaer Stadtschloss eingerichtete Herzogliche Museum bzw. Carl-August-Museum. 1839 umfasste das damals noch mit den Mineralogischen Beständen zusammengehörige „Zoologische Kabinett“ bereits 2.073 Nummern. Mit der Abtrennung der zoologischen Bestände vom Mineralogischen Kabinett unter Oscar Schmidt im Jahre 1850 begann die Geschichte eines eigenständigen Zoologischen Museums an der Jenaer Universität. Diese Sammlung bildete von nun an als Lehrsammlung des Instituts den Kern der noch heute bestehenden Sammlung.
Die Sammlung erfuhr unter Ernst Haeckel durch Schenkungen und Ankäufe große Erweiterungen. Haeckel baute sie als Lehr- und Forschungssammlung aus und sah in ihr eine Grundlage für ein aufzubauendes Phyletisches Museum. Das Museum war bei seiner Einweihung am 30.07.1908 aber weitgehend leer, da Haeckel selbst keine konkreten Ausstellungspläne erstellte.
Eine große Erweiterung der Bestände erfolgte 1968, als im Zuge der 3. Hochschulreform in der DDR das Geologisch-paläontologische Institut aufgelöst und ein Großteil der Bestände an das Phyletische Museum überführt wurde. Ebenso wurden ein Jahr später viele Stücke aus dem Zoologischen Institut in das Museum umgelagert.
Network
Person/Corporate bodies
- Zugehörige EinrichtungDas Phyletische Museum ist eine zugehörige Einrichtung der Friedrich-Schiller-Universität Jena.28.04.2023
- Zugehörige EinrichtungDas Phyletisches Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena gehört zum Institut für Zoologie und Evolutionsforschung.Weitere InformationsquelleWebsite Institut für Zoologie und Evolutionsforschung03.03.2025
- GeschäftsbeziehungDas Museum erwarb von Hans Friedenthal am 15.05.1917 eine grössere Anzahl von Schädeln und Neanderthal-Abgüssen.07.06.2021
- GründerErnst Haeckel gründete 1907 das Phyletische Museum..Weitere InformationsquelleWebsite Institution11.10.2023
- gefördert vonErnst Haeckel schenkte dem Zoologischen Institut und somit dem Phyletischen Museum drei Schädel. Sie wurden am 17.01.1908 im Vermehrungsbuch des Zoologischen Instituts eingetragen.07.06.2021
- Verweist aufDas Phyletische Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena erwarb über Ernst Haeckel Objekte bei Carl Althans.assumed,26.11.2023
- GeschäftsbeziehungIm Phyletischen Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena befindet sich ein Schädel, der durch Ernst Haeckel von der Naturalienhandlung J.F.G. Umlauff gekauft wurde. Die Firma sandte Ernst Haeckel am 14.01.1908 22 Schädel zur Prüfung eines etwaigen Ankaufs zu. Von dieser Sendung behielt und erwarb Haeckel für das Zoologische Institut einen "Papua"schädel ("PMJ Mam 1384") aus der damaligen Kolonie Britisch Neu Guinea und einen Massai-Schädel für das Phyletische Museum. Der Schädel der Papua lässt trotz der Eingrenzung seiner Herkunft keinen Rückschluss auf seinen konkreten kulturellen Hintergrund zu, denn die Zahl der Papua-Gesellschaften in diesem Gebiet war groß. Der von Haeckel gekaufte Massai-Schädel konnte bisher in den Beständen der Universität nicht aufgefunden werden.07.06.2021
- Verweist aufEin Teil der Afrikasammlung von Emil Holub, der sich zuvor in der Anatomischen Sammlung der Friedrich-Schiller-Universität Jena befand, ist heute im Phyletischen Museums des Instituts für Zoologieder der Friedrich-Schiller-Universität Jena.28.04.2023
- Verweist aufDie Sammlung von Karl Theodor Liebe befindet sich heute fast vollständig am Jenaer Institut für Zoologie mit Phyletischem Museum.28.04.2023
- gefördert vonDas Phyletischen Museum erhielt vor dem 23.03.1913 von Hans Paschen u.a. Skelette von Elefanten und einem Nilpferd als Geschenk. Bereits im Oktober 1911 schenkte oder verkaufte Hans Paschen das Skelett einer bakokosprachigen Frau an das Phyletische Museum. Die Gorillapräparate im Phyletischen Museum stammen ebenfalls von Hans Paschen.07.06.2021
Events
- BeteiligterWeitere InformationsquelleWebseite Jena TV17.05.2024
Collections
- Verweist aufDie Sammlung Richard Semon befindet sich heute fast vollständig im Phyletischen Museum des Instituts für Zoologie der Friedrich-Schiller-Universität-Jena.28.04.2023
- gefördert vonSchenkung des „Gorilla gigas" 1909 an das Phyletische Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena von Hans und Elisabeth Meyer.07.06.2021
- Verweist aufDas Phyletische Museum mit dem Zoologischen Institut erhielt aus der Sammlung Richard Semons einen Schädel aus Australien als Geschenk. Der Eintrag im Vermehrungsbuch des Zoologischen Instituts stammt vom 17.01.1908.07.06.2021
References
Research projects
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