Judaica in Gelehrtenbibliotheken aus Jerusalem, Amsterdam und Bukarest – mehrheitlich in hebräischer und jiddischer Sprache – sowie aus Einzelerwerbungen der UB Potsdam
Beschreibung
Die Universitätsbibliothek Potsdam wurde 1991 mit der Universität Potsdam gegründet. Sie integriert Bestände von Vorgängereinrichtungen wie der Pädagogischen Hochschule Karl Liebknecht am Neuen Palais und der Babelsberger Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft der DDR. Größere Bestände mit Verdacht auf NS-Raubgut sind darunter bislang nicht bekannt geworden.
Mit der Etablierung des Studiengangs Jüdische Studien 1994 und des Aufbaus eines entsprechenden Buchbestandes änderte sich die Situation grundlegend, da die UB Potsdam begann, eine eigene Judaica-Sammlung aufzubauen und neben antiquarischen Titeln auch ganze Privatsammlungen ankaufte. Dazu zählen unter anderem die Bibliothek des israelischen Bibliothekars Israel Mehlmann (1900–1989) aus Jerusalem, die des ehemaligen Chefdramaturgen des Jiddischen Theaters Bukarest, Israil Bercovici (1921–1988) oder die Bibliothek des niederländischen Rabbiners Prof. Yehuda Aschkenasy (1924–2011) aus Amsterdam. Alle Bände aus diesen Beständen, die vor 1945 gedruckt wurden, insgesamt 4500, werden im Projekt auf Provenienzmerkmale hin untersucht.
(c) Universitätsbibliothek Potsdam
Grunddaten
Forschungsbericht und Materialien
Der Forschungsbericht stammt vom genannten Verfasser bzw. der genannten Verfasserin. Eine inhaltliche Überprüfung im Sinne einer Provenienzforschung und/oder eine redaktionelle Bearbeitung der Inhalte finden seitens des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste nicht statt. Für die Inhalte des Forschungsberichts ist der genannte Zuwendungsempfänger bzw. die genannte Zuwendungsempfängerin des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste verantwortlich.
Ein Forschungsbericht stellt eine Forschungsleistung mit dem zum Zeitpunkt des jeweiligen Projektendes bestehenden Wissensstandes dar. Aufgrund des durch die jeweilige Projektförderung begrenzten Forschungsgegenstandes kann ein Forschungsbericht keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Qualitative Unterschiede der Forschungsberichte sind aufgrund der Heterogenität der jeweiligen Ausgangslage und der Projektansätze nicht zu vermeiden. Seit dem Zeitpunkt des Verfassens eines Forschungsberichtes können sich Sachstände durch veränderte und aktualisierte Grundlagen (z.B. durch neue und/oder nun zugängliche Quellen) verändert haben.
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Anke Geißler-Grünberg, Lisa Trzaska: NS-Raubgut. Forschungsbericht zur Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Potsdam 2014-2018, 2018.
Zugehörige Ausstellungen und Publikationen
Inhaltliche Bezüge
Personen/Körperschaften
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