Offene Daten für eine bessere Provenienzforschung

Proveana ist die Forschungsdatenbank des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste. Sie stellt insbesondere Ergebnisse der vom Zentrum geförderten Forschungsprojekte dar. Ziel ist es, Provenienzforschung durch die Dokumentation historischer Informationen zu unterstützen, dadurch transparenter zu gestalten und zur Lösung ungeklärter Fälle beizutragen.  Proveana umfasst vier Forschungskontexte: NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut (NS-Raubgut), kriegsbedingt verlagertes Kulturgut (Beutegut), Kulturgutentziehungen in Sowjetischer Besatzungszone und DDR sowie Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten. Die Datenbank erlaubt die Suche nach Personen, Körperschaften, Ereignissen, Sammlungen, Provenienzmerkmalen, Objekten und weiterführenden Quellen. Proveana durchsucht auch die Inhalte der Lost Art-Datenbank  und stellt außerdem Verknüpfungen zu anderen Datenbanken her. Proveana ist ein Unterstützungsangebot für die von Kulturgutentziehungen Betroffenen und ihre Nachfahren, für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, für alle mit dem Handel von Kulturgütern befassten Personen, für Medien und für politisch Verantwortliche.

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Einblicke in ausgewählte Forschungsprojekte

Vorstudie zur Rekonstruktion des Besitzes von Kunst- und Kulturgut, über das Baldur von Schirach und seine Ehefrau Henriette zwischen 1933 und 1945 verfügten [...]

Ermittlung der Provenienz von zwei Werken aus der Sammlung von Lemmers-Danforth, Tischuhr in Form eines Elefanten, Spieltisch der Diane de Portiers

Suche nach NS-Raubgut in den Beständen der Stadtbibliothek Bautzen, SG Altbestand/Regionalkunde im Zugangszeitraum 1933-1945

Vorgestellte Themen

Kunstfund Gurlitt

Bezeichnet die zwischen 2012 und 2014 bei Cornelius Gurlitt (1932-2014), dem Sohn des Kunsthistorikers und NS-Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1896-1956), an verschiedenen Stellen aufgefundenen 1566 Kunstwerke und Materialien.
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Datenbank Kunst- und Kulturgutauktionen 1933-1945

Enthält Informationen aus dem Bestand des Landesarchivs Berlin A Rep. 243-04 (Reichskammer der bildenden Künste - Landesleitung Berlin), insbesondere zu Anmeldungen zu Versteigerungen oder Auktionsberichte mit Details zu Versteigerungen, Auktionshäusern, Einlieferern, Erwerbern und zu versteigerten Objekten sowie unter Umständen Schätz- und Verkaufswerte und Limits.
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Bergungsstelle und Bergungsaufträge

Die Bergungsstelle bestand von Juli 1945 bis Februar 1946 und hat über 200 private und öffentliche Bibliotheken im gesamten Stadtgebiet Berlins geborgen. Die Bergungsberichte der „Bergungsstelle für wissenschaftliche Bibliotheken“ sind für die Provenienzforschung der Bibliotheken wichtige Quellen.
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Jüdische Sammler und Kunsthändler

Ab 1933 wurden jüdischer Kunstsammler und -händler gezielt Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und Enteignung, um deren Kunstbesitz zu „verwerten“.
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Auslagerungs- und Verlagerungsorte geraubten Kulturgutes

Geraubtes Kulturgut, aber auch solches aus Privatbesitz, wurde zwischen 1933 und 1945 an zahlreiche Orte, wie Burgen, Schlösser oder Bergstollen, ausgelagert.
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Dienststellen und Verantwortliche

Das nationalsozialistische Regime organisierte den Kulturgutraub systematisch. Zu diesem Zweck wurden zahlreiche Dienststellen eingerichtet und Funktionsträger mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet.
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Beteiligte Privatpersonen und Körperschaften am NS-Kulturgutraub

Zahlreiche Privatpersonen und Institutionen waren am NS-Kulturgutraub beteiligt, beispielsweise durch Handel, Vermittlung, Begutachtung, Transport usw.
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Kunstschutz

Bezeichnet den Schutz der Kulturgüter und Baudenkmäler im Kriegsfall. Laut Haager Landkriegsordnung zählt er zu den Pflichten einer Militärverwaltung in besetzten Ländern. Im Zuge der Kampfhandlungen und der deutschen Besatzungen in Europa zwischen 1939 und 1945 wurde der deutsche militärische Kunstschutz teils für den Kulturgutraub instrumentalisiert bzw. war aktiv daran beteiligt.
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